Zwei Tage nach dem Amoklauf auf dem Armeestützpunkt Fort Hood hat US-Präsident Barack Obama den mutigen Einsatz gegen den Täter gelobt. Bei aller Tragik hätten mutige Zivilisten und Soldaten auch "das Beste von Amerika" gezeigt, sagte Obama. Während Kriegsveteranen berichteten, der Amoklauf habe sie an Kampfszenen des Irakkriegs erinnert, wurde eine Zivilpolizistin als Heldin gefeiert. Diesen Artikel weiter lesen
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Der Amoklauf des 39-jährige Militärpsychiaters Nidal Malik Hasan sei zwar eine der schlimmsten jemals auf einem Armeestützpunkt verübten Katastrophen gewesen, sagte Obama in seiner wöchentlichen Radioansprache. Gleichzeitig hätten die US-Bürger jedoch Soldaten und Zivilisten sehen können, die Verwundeten zu Hilfe eilten, ihre von Kugeln durchsiebte Kleidung als Verbandmaterial verwendeten und den Schützen angriffen, obwohl sie selbst verletzt waren.
Die Leichen der Opfer wurden zur Obduktion in ein Leichenschauhaus des Luftwaffenstützpunkts Dover im Bundesstaat Delaware geflogen. Bei den Toten handelt es sich ausschließlich um Armeeangehörige. In dem Stützpunkt kommen auch die Särge mit den in Afghanistan und Irak getöteten US-Soldaten an.
Soldaten berichteten unterdessen von dem Chaos und der Panik, die während des Amoklaufs ausbrachen. Die Szenen seien vergleichbar mit Kampfszenen im Irak gewesen. "Man erwartet nicht, so etwas zu Hause zu erleben", sagte der Militärpolizist Andrew Hagerman, der bereits zwei Irakeinsätze hinter sich hat. Als Heldin gefeiert wurde Kimberly Munley, eine 34-jährige Zivilpolizistin, die Hasan mit mehreren Schüssen verwundete und so seinen Amoklauf stoppte. Sie hatte sich in der Nähe des Tatorts befunden und war herbeigeeilt, als sie die ersten Schüsse hörte. Hasan erwiderte das Feuer und verletzte die Polizistin.
Über das Motiv für den Amoklauf, bei dem auch rund 30 Menschen verletzt wurden, herrschte nach wie vor Unklarheit. Vertraute und Familienangehörige hatten berichtet, der gläubige Muslim, dessen Eltern aus den Palästinensergebieten stammen, habe sich diskriminiert gefühlt und unter seiner bevorstehenden Entsendung in den Irak gelitten.
Palästinensischen Verwandte des Amokläufers reagierten mit Fassungslosigkeit auf das Blutbad. "Wir sind eine normale Familie, die keine Gewalt und keine religiöse Intoleranz kennt", sagte Mohammed Hasan, ein Cousin von Nidal Malik Hasan, der Nachrichtenagentur AFP.




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