Der Amoklauf eines Militärpsychiaters auf einem US-Armeestützpunkt hat nach den Worten von US-Präsident Barack Obama bei aller Tragik auch "das Beste von Amerika" gezeigt. Die Schießerei mit 13 Toten sei zwar eine der schlimmsten jemals auf einem Armeestützpunkt verübten Katastrophen gewesen, sagte Obama in seiner wöchentlichen Radioansprache. Gleichzeitig hätten die US-Bürger jedoch Soldaten und Zivilisten sehen können, die Verwundeten zu Hilfe eilten, ihre von Kugeln durchsiebte Kleidung als Verbandmaterial verwendeten und den Schützen angriffen, obwohl sie selbst verletzt waren. Diesen Artikel weiter lesen
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Seinen für kommenden Donnerstag geplanten zweitägigen Besuch in Japan verschob der US-Präsident um einen Tag. Wie von amtlicher japanischer Seite mitgeteilt wurde, wird Obama werde nun am Freitag in Tokio eintreffen. Das ermöglicht dem US-Präsidenten, an der Trauerfeier für die Opfer der Schießerei auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas teilzunehmen. Während Obamas Japanbesuch sind unter anderen Treffen mit dem Ministerpräsidenten Yukio Hatoyama sowie mit dem Kaiser Akihito vorgesehen.
Der muslimischer Militärpsychiater Nidal Malik Hasan hatte am Donnerstag in Fort Hood, dem größten Militärstützpunkt in den USA, wild um sich geschossen. Er tötete 13 Menschen und verwundete 30 weitere. Wie Militärs mitteilten, wurde der Täter mittlerweile, zum Teil aus Sicherheitsgründen, von einem zivilen Krankenhaus in eine Militärklinik im texanischen San Antonio verlegt. Der palästinensischstämmige Psychiater im Rang eines Majors hatte eine Pistole und eine halbautomatische Waffe gegen seine Kameraden gerichtet und war später selbst von zwei Polizisten in Zivil angeschossen worden. Der 39-Jährige war nach Armeeangaben zunächst nicht vernehmungsfähig, befand sich jedoch in einem "stabilen Zustand". Von den 30 Verletzten wurden demnach 23 im Krankenhaus behandelt, etwa die Hälfte von ihnen auf der Intensivstation.
Hasan wurde in den USA geboren und wuchs im Bundesstaat Virginia auf. Seine palästinensischen Eltern stammen aus einer Kleinstadt bei Jerusalem. Bei palästinensischen Verwandten des Amokläufers sorgte die Tat für Fassungslosigkeit. "Wir sind eine normale Familie, die keine Gewalt und keine religiöse Intoleranz kennt", sagte Mohammed Hasan, ein Cousin von Nidal Malik Hasan, der Nachrichtenagentur AFP. Der 23-jährige Student lebt in der Stadt El Bireh im Westjordanland und hatte nach eigenen Angaben keinen Kontakt zu den Verwandten in den USA
Der blutigste derartige Amoklauf, der sich je auf einem US-Stützpunkt ereignete, löste im ganzen Land Entsetzen aus. Obama sprach von einem "schrecklichen Gewaltausbruch" und drückte den Angehörigen sein Beileid aus.




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