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Spionagevorwurf gegen Fürstentum Monaco

Angebliche Spionage an der Côte d'Azur: Ein 55-Jähriger wirft Fürst Albert II. vor, er habe jahrelang Freunde und Geschäftspartner beschatten lassen. Robert Eringer aus den USA klagt nun wegen Vertragsbruches gegen den Fürsten - nach knapp fünf Jahren als sein angeblicher "Geheimdienstberater", wie er der französischen Klatschzeitschrift "Paris Match" vom Donnerstag sagte. Er habe Albert II. vor zwielichtigen Geschäftspartnern gewarnt, ihn im Kampf gegen Geldwäsche und organisiertes Verbrechen beraten, aber auch die monegassischen Medien unterwandert, sagte Eringer. Das Fürstentum wies den Bericht entschieden zurück. Der Hof klage seinerseits gegen Eringer, hieß es in einer Erklärung. Diesen Artikel weiter lesen

Er habe den heutigen Staatschef 1991 kennengelernt und seit Juni 2002 in seinen Diensten gestanden, sagte Eringer, der zuvor nach eigenen Angaben zehn Jahre lang für die US-Bundespolizei FBI gearbeitet hatte. Als eine Art "007" des Mittelmeerstaates habe er für Albert II. den "Geheimdienst Monaco" aufgebaut und sich mit den Spionagediensten "in aller Welt" ausgetauscht. Später habe er im Auftrag des Fürsten auch dessen näheres Umfeld bespitzelt - "einen angesehenen Geschäftsmann, einen hohen Beamten, einen Immobilienmakler", sagte der US-Bürger.

Nach einem letzten Treffen im März 2007 habe er weiterhin für Albert II. gearbeitet, dieser habe aber mit einem Mal keine Rechnungen mehr bezahlt und sei seitdem nicht mehr für ihn zu sprechen, sagte Eringer. Der Fürst habe offenbar "eine andere Richtung eingeschlagen", ohne ihm dies mitzuteilen. Deshalb habe er ihn nun angezeigt. Er habe stets nur mit ihm selbst zu tun gehabt und alle Aufträge von ihm bekommen, betonte Eringer; weder Caroline und Stéphanie von Monaco noch Alberts Freundin Charlene kenne er.

In der Erklärung des monegassischen Hauses heißt es, die "lügnerischen Unterstellungen" beschmutzten das Ansehen des Fürstentums. Eringer habe keine Beweise, sagte der Rechtsanwalt des Fürsten, Thierry Lacoste, der Nachrichtenagentur AFP. Der Amerikaner mache "nur Wind".

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