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Schäuble bietet GM indirekt Staatshilfen an

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält staatliche Finanzhilfen an die Opel-Mutter General Motors (GM) für möglich. Zunächst müsse der Konzern den Überbrückungskredit in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zurückzahlen, sagte Schäuble der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Freitagausgabe). Aber damit sei "die Sache natürlich nicht zu Ende", sagte er weiter. Die Verantwortung für die Menschen und die Region könne der Staat nicht für erledigt erklären. "Wir werden uns weiter mit den Ländern um Hilfe und Lösungen für die Betroffenen bemühen", erklärte der Minister. Die Rechnung seines Amtsvorgängers Peer Steinbrück (SPD), dass eine Opel-Pleite den Staat drei Milliarden Euro kosten würde, sei "nicht falsch", fügte er hinzu. Diesen Artikel weiter lesen

Nach seiner Entscheidung, Opel zu behalten, kann GM dagegen nicht mehr mit der geplanten millionenschweren Unterstützung der Opel-Händler rechnen. Das Thema sei "vom Tisch", sagte der Vizepräsident des Verbands Europäischer Opel-Händler (Euroda), Albert Still, der "Welt". Es werde weder eine Beteiligung der Händler an Opel noch einen finanziellen Beitrag geben.

Die europäischen Händler hatten vor neun Monaten beschlossen, Opel im Falle einer Trennung vom Mutterkonzern mit bis zu 500 Millionen Euro unter die Arme zu greifen. Im Gegenzug hatten sie eine Beteiligung gefordert, beispielsweise an einer neu zu gründenden Opel-Bank. Die Situation habe sich durch den geplatzten Verkauf geändert, sagte Still. Es bestehe keine Grundlage mehr für ein Engagement der Händler. Der Euroda-Vizepräsident sagte weiter, zwar wäre der Zulieferer Magna "unser Wunschpartner". Doch seien die Händler froh, dass das Tauziehen ein Ende habe. "Wir haben Jahrzehnte mit GM gelebt und werden das weiter tun."

+++ Die Beiträge wurden AFP vorab in redaktioneller Fassung übermittelt +++

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