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Kaupthing-Sparer müssen bis zum Jahresende ihre Zinsen einfordern

Die deutschen Kunden der insolventen isländischen Kaupthing-Bank müssen die ihnen bislang nicht ausgezahlten Zinsen bis spätestens zum Jahresende einfordern. Die Sparer müssten ihre Ansprüche bis zum 30. Dezember geltend machen, teilte die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) am Freitag in München mit. Dabei handle es sich um Ansprüche im Gesamtvolumen von bis zu 40 Millionen Euro. Zwar hätten die Sparer nach der Schließung der deutschen Kaupthing-Tochter vor gut einem Jahr inzwischen bis auf wenige Ausnahmen ihr Geld wieder. Die Zinsen seien jedoch einbehalten worden. Diesen Artikel weiter lesen

Kaupthing habe seit dem 9. Oktober 2008 fällig gewordene Zinsen einbehalten, teilte die SdK mit. Das Abwicklungs-Komitee der Bank wolle das Geld nicht auszahlen, weil es der Meinung sei, es handle sich dabei nach isländischem Recht nicht um sogenannte bevorrechtigte Forderungen wie etwa Kontoguthaben. Es sei zu erwarten, dass die Zinsen künftig "nach einer derzeit noch nicht feststehenden Quote und zu einem noch nicht feststehenden Zeitpunkt" ausgezahlt würden. Das Formular zur Anmeldung der Zinsforderungen kann laut SdK auf der Kaupthing-Internetseite (www.kaupthingedge.de) heruntergeladen werden.

Die Kaupthing-Bank in Island war im Herbst vergangenen Jahres zusammengebrochen und zwangsverstaatlicht worden. Daraufhin wurden auch die Einlagen der 34.000 deutschen Sparer eingefroren. In den Monaten darauf wurde zwischen Deutschland und Island heftig um eine Entschädigung gerungen. Im Sommer gelang schließlich eine Einigung.

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