Die IG Metall will die Proteste der Opel-Belegschaft gegen General Motors (GM) europaweit massiv ausdehnen. "Wir planen europaweit eine wirkungsvolle Gegenwehr und einen Konflikt mit GM", sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild der "Berliner Zeitung". Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) deutete in einem Interview Staatshilfen für GM an, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) will Hilfen vom Erhalt der deutschen Standorte abhängig machen. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Proteste am Donnerstag seien nur der Anfang gewesen, nicht mehr als ein "zarter Beginn", sagte IG-Metall-Bezirksleiter Schild. Nachdem der US-Konzern beschlossen habe, Opel nicht an den kanadischen Autozulieferer Magna zu verkaufen, gebe es keine Verhandlungsgrundlage mehr, sagte er weiter.
IG Metall-Chef Berthold Huber fordete unterdessen vor möglichen deutschen Staatshilfen ein klares Konzept des Mutterkonzerns GM für Opel. Erst wenn ein solches Konzept vorliege, könne man "über Hilfen nachdenken", sagte Huber der "Frankfurter Rundschau". Dabei dürften die Belastungen für die Beschäftigten nicht größer sein als bei dem Konzept von Magna. "Wenn der Staat Hilfen gewährt, wäre er gut beraten, als Gegenleistung Mitsprache in dem neuen Opel-Konzern zu verlangen."
Schäuble sagte der "Neuen Presse" in Hannover, zunächst müsse GM den Überbrückungskredit in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zurückzahlen. Aber damit sei "die Sache natürlich nicht zu Ende", sagte er weiter. Die Verantwortung für die Menschen und die Region könne der Staat nicht für erledigt erklären. Rüttgers sagte im ZDF-Morgenmagazin, Bedingungen für staatliche Unterstützung seien der Erhalt sämtlicher Standorte in Deutschland sowie ein sozialverträglicher Arbeitsplatzabbau,



