Suche

Bundesgesundheitsminister rät zu Schweinegrippe-Impfung

Angesichts der steigenden Zahl von Schweinegrippe-Infektionen in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zur Impfung gegen das Virus aufgerufen. "Je mehr sich impfen lassen, desto größer ist der Schutz für uns alle", sagte Rösler der "Bild"-Zeitung. In Deutschland wurde inzwischen ein weiterer Impfstoff zugelassen. Diesen Artikel weiter lesen

Rösler betonte, er selbst werde sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen und zwar mit dem Impfstoff Pandemrix, der auch für die Allgemeinbevölkerung bereitgestellt wurde. Nach seiner Aussage kann es bei der Impfaktion vereinzelt zu Wartezeiten kommen, weil der bestellte Impfstoff nach und nach produziert und an die Bundesländer ausgeliefert wird. Niemand müsse sich aber Sorgen machen. Der Impfstoff werde laufend nachgeliefert, betonte Rösler. Bundesweit sind die Schweinegrippe-Impfungen Ende Oktober angelaufen. Die Impfaktion wird von den Ländern organisiert.

In Deutschland wurde mit dem Mittel Celtura des Schweizer Pharmakonzerns Novartis ein weiterer Schweinegrippe-Impfstoff zugelassen. Klinische Studien an mehr als 1850 Probanden hätten die Verträglichkeit des Impfstoffs gezeigt, teilte Novartis in Basel mit. Der Impfstoff wurde auf Basis von Zellkulturen hergestellt statt wie üblich mit Hühnereiern. Dies Methode erlaube bei Bedarf, rasch mehr zu produzieren. Das Pharmaunternehmen will nun die Zulassung in weiteren wichtigen Ländern vorantreiben.

In Deutschland sind bislang rund 30.000 Fälle von Schweinegrippe bekannt. Neun Todesfälle werden bisher mit dem Virus H1N1 in Verbindung gebracht. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind weitere Todesfälle bei einem Anstieg der Fallzahlen zu erwarten. Dabei müsse damit gerechnet werden, dass auch Patienten ohne relevante Vorerkrankungen an der Schweinegrippe sterben werden.

Auch in anderen Ländern breitet sich die Schweinegrippe weiter aus. Nach Angaben der venezolanischen Regierung ist die Krankheit auch bei den Yanomami-Indianern im Amazonasgebiet zwischen Brasilien und Venezuela ausgebrochen. Laut der in London ansässigen Organisation Survival, die sich dem Schutz eingeborener Volksgruppen verschrieben hat, sind in den letzten zwei Wochen vermutlich sieben Menschen des indigenen Stammes an der Schweinegrippe gestorben, tausend weitere seien infiziert. Durch ihre Isolation sind die Indianer gegen Viren kaum gewappnet.

Copyright ©2009 Yahoo!, Alle Rechte vorbehalten.

Hinweis: Auf dieser Seite sammeln wir persönliche Informationen. Für weitere Details lesen Sie bitte unsere Hinweise zum Datenschutz: Datenschutzrichtlinien