Die serbische Regierung will der Provinz Vojvodina im Norden des Landes weitreichende Autonomierechte zugestehen. Wie die Regierung in Belgrad mitteilte, werden der multiethnischen Provinz mit dem umstrittenen Gesetzesprojekt allerdings keine "Elemente eines souveränen Staates" übertragen. Die Vojvodina besitzt als autonome Provinz bereits jetzt Sonderrechte, könnte künftig aber auch die Gerichtsbarkeit auf seinem Gebiet regeln und mit Regionen anderer Länder Abkommen schließen. Außerdem soll die Provinz eine eigene Entwicklungsbank bekommen. Das Gesetz muss noch vom Parlament verabschiedet werden. Diesen Artikel weiter lesen
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In der Vojvodina leben zwei Millionen der 7,5 Millionen Einwohner Serbiens, Hauptstadt ist Novi Sad. Die Provinz ist eine der wohlhabendsten Gegenden des Landes. Insgesamt sind hier mehr als 25 verschiedene Bevölkerungsgruppen zu Hause. Die wichtigste Minderheit sind die Ungarn, die 14 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Die Mehrheit der Bevölkerung stellen die Serben.
Vertreter der ungarischen Minderheit ließen verlauten, das Gesetz sei "nicht ideal". Allerdings versprachen sie ihre Unterstützung, da sie die Entwicklung der Provinz nicht blockieren wollten. Die Gegner des Vorhabens, vor allem serbische Nationalisten, befürchten dagegen eine Entwicklung wie bei der früheren Provinz Kosovo, die Anfang 2008 ihre Unabhängigkeit erklärt hatte. Serbien erkennt diesen Schritt nicht an.




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