Einen Monat vor der Weltklimakonferenz in Kopenhagen haben Hilfsorganisationen die neue Bundesregierung aufgefordert, die Finanzierung des Klimawandels in den armen Ländern verbindlich zu unterstützen. In der mittelfristigen Finanzplanung bis 2013 müsse jährlich ein Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklungshilfe vorgesehen werden, um damit auch den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, forderte die Geschäftsführerin von Terre des Hommes, Danuta Sacher. "Es wäre deshalb ein starkes Signal der Regierung, wenn sie sich noch vor dem Klimagipfel in Kopenhagen dazu bekennen würde", erklärte Sacher. Diesen Artikel weiter lesen
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Bislang haben sich die EU-Länder verpflichtet, ihre Entwicklungsausgaben bis 2010 auf 0,51 und bis 2015 auf 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens zu erhöhen. Der Anteil der deutschen Entwicklungshilfe am BNE lag nach Angaben von Terre des Hommes und der Welthungerhilfe 2008 erst bei 0,38 Prozent.
In einem Bericht zur Entwicklungshilfe kritisieren die Hilfswerke, dass der Klimawandel ausgerechnet die Menschen am stärksten treffen werde, die ihn nicht verursacht hätten und sich am wenigstens gegen seine Folgen wehren könnten. Letztlich müssten Kleinbauern im Süden "unsere enormen Klimaschulden bezahlen", warnte der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Wolfgang Jamann. Da die hauptsächlich von den Industrieländern ausgelösten Klimaveränderungen in den armen Ländern zusätzliche Kosten verursachten, müssten die Industrieländer auch zusätzliche Mittel bereitstellen.




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