Der Chefankläger beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, will die Gewaltwelle nach den Wahlen in Kenia Ende 2007 untersuchen lassen. Seiner Ansicht nach handele es sich um Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sagte Moreno-Ocampo nach Gesprächen mit Kenias Präsident Mwai Kibaki und Regierungschef Raila Odinga in Nairobi. Er wolle deshalb im Dezember offiziell eine Untersuchung des Strafgerichtshofs beantragen. Diesen Artikel weiter lesen
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Die früheren Konkurrenten Kibaki und Odinga versprachen, mit dem Gericht zusammenzuarbeiten. Die kenianische Regierung sei" bereit und gewillt" mit Moreno-Ocampo zu kooperieren, um die Verantwortlichen für die Verbrechen vor Gericht zu bringen, sagte Odinga.
Bei schweren Ausschreitungen nach den umstrittenen Wahlen im Dezember 2007 war Kenia in Chaos und Gewalt versunken: Etwa 1500 Menschen wurden getötet, 300.000 ergriffen die Flucht. Nach der Präsidentenwahl hatten sowohl Kibaki als auch Odinga den Sieg zunächst für sich beansprucht. Nach langem Ringen vermittelte der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan im April 2008 eine Machtteilung. Kibaki und Odinga versprachen, die Gewalt zwischen den verschiedenen Volksgruppen durch die Machtteilung langfristig einzudämmen.




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