Suche

Schaar gegen zentrale Datenbank aller Telefonkunden

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat Pläne der Bundesnetzagentur zur Erfassung aller Telefonkunden in einer zentralen Datenbank scharf kritisiert. "Eine solche neue staatliche Datenbank hätte datenschutzrechtlich eine völlig neue Qualität", erklärte Schaar am Donnerstag in Berlin. "Wenn in einem zentralen Verzeichnis aller Bürgerinnen und Bürger, die ein Telefon oder eine E-Mail-Adresse besitzen, mit Namen, Anschrift und Geburtsdatum erfasst würden, ergäben sich zahlreiche neue Auswertungsmöglichkeiten." Daten, die bisher dezentral von privaten Firmen erhoben werden, würden auf Vorrat an eine zentrale staatliche Stelle gegeben. Diesen Artikel weiter lesen

Stattdessen sollte "über die Begrenzung des staatlichen Datenhungers nachgedacht werden", forderte Schaar. Die heutige Regelung im Telekommunikationsgesetz, die vielen staatlichen Stellen den Zugriff auf Daten gestatte, habe zu immer mehr Datenabrufen geführt. "Diese umfassenden Zugriffsrechte gehören auf den Prüfstand", forderte der Datenschutzbeauftragte.

Am Freitag diskutierte die Bundesnetzagentur mit Telekommunikationsunternehmen über ein Verfahren, wonach die Unternehmen ihre Kundendaten regelmäßig elektronisch an die Agentur übermitteln sollen. An zentraler Stelle könnten dann Suchvorgänge innerhalb des vorhandenen Datenpools vorgenommen werden.

Copyright ©2009 Yahoo!, Alle Rechte vorbehalten.

Hinweis: Auf dieser Seite sammeln wir persönliche Informationen. Für weitere Details lesen Sie bitte unsere Hinweise zum Datenschutz: Datenschutzrichtlinien