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US-Gesandte treffen Birmas Oppositionsführerin in Rangun

Für ein Treffen mit US-Gesandten hat Birmas Militärjunta der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi erstmals seit Jahren eine kurze Pause vom Hausarrest gewährt. Suu Kyi kam mit dem für Ostasien und den Pazifik zuständigen Staatssekretär im US-Außenministerium, Kurt Campell, und dessen Stellvertreter Scot Marciel in einem Luxushotel in Rangun zusammen. Die US-Gesandten trafen auch Birmas Ministerpräsidenten Thein Sein. Diesen Artikel weiter lesen

Suu Kyi zeigte sich vor dem Hotel Journalisten, beantwortete aber keine Fragen. Die 64-jährige Politikerin trug ein traditionelles Gewand und lächelte. Es war das erste Mal seit 2003, dass sie außerhalb ihres Hauses oder des Gefängnisses in der Öffentlichkeit zu sehen war. Ende September hatte Suu Kyi der Junta Vorschläge unterbreitet, wie die Aufhebung der vom Westen verhängten Sanktionen gegen das Land erreicht werden könnten.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten saß Suu Kyi die meiste Zeit in Haft oder stand unter Hausarrest. Anfang August war sie zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden, weil sie mit der Aufnahme eines ungebeten bei ihr aufgetauchten US-Bürgers gegen die Auflagen ihres bereits bestehenden Arrests verstoßen haben soll. Der birmanischen Militärregierung wird vorgeworfen, Suu Kyi von den im kommenden Jahr anstehenden Wahlen fernhalten zu wollen. Aus den letzten freien Wahlen 1990 war ihre Nationale Liga für Demokratie (NLD) als klare Siegerin hervorgegangen, die Junta erkannte das Ergebnis aber nicht an.

Campbell und Marciel sind die ranghöchsten US-Regierungsvertreter in Birma, seit Madeleine Albright 1995 als damalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen in das südostasiatische Land gereist war. Die beiden US-Gesandten waren am Dienstag am birmanischen Regierungssitz Naypyidaw eingetroffen und hielten Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Militärregierung ab. Am Mittwochmorgen trafen sie nach birmanischen Angaben auch Ministerpräsident Sein. Ein Treffen mit Junta-Chef Than Shwe war dagegen nicht geplant.

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama versucht derzeit, engere Kontakte zu der international isolierten Militärregierung von Birma aufzubauen. Washington hat aber deutlich gemacht, dass eine Lockerung der Sanktionen von Fortschritten bei Demokratie und Menschenrechten abhängt.

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