Im Süden Afghanistans hat ein Polizist an einem Kontrollposten auf britische Soldaten geschossen und fünf von ihnen getötet. Nach Angaben des britischen Premierministers Gordon Brown bekannten sich die Taliban zu dem Überfall in der Unruheprovinz Helmand. Angesichts neuer Forderungen nach einem Truppenabzug verteidigte Brown die Beteiligung seines Landes an der Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte. Diesen Artikel weiter lesen
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"Der Tod von fünf mutigen Soldaten bei einem einzigen Vorfall ist ein furchtbarer Verlust", sagte Brown. Fünf weitere Briten seien schwer verletzt worden. Die Taliban hätten möglicherweise Mitglieder in die afghanische Polizei eingeschleust oder einen Polizisten für ihre Zwecke eingespannt, sagte der Regierungschef im Londoner Unterhaus. Es handele sich um einen "schrecklichen und tragischen Vorfall". Verteidigungsminister Bob Ainsworth zeigte sich bestürzt.
Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums wurde die Tat am Dienstag im Bezirk Nad Ali verübt. Die britischen Soldaten hätten afghanische Polizisten beraten und in dem Checkpoint gewohnt. Der Vorfall werde sowohl von britischer als auch afghanischer Seite und von der NATO-geführten ISAF-Truppe untersucht.
Ein Armeesprecher sagte, offenbar habe ein afghanischer Polizist am Kontrollpunkt ohne Vorwarnung das Feuer eröffnet und dann die Flucht ergriffen. Möglicherweise sei auch ein zweiter Polizist an dem Angriff beteiligt gewesen. Die Motive des Angreifers seien noch unklar, ein Unfall werde aber ausgeschlossen.
Der britische Oppositionsführer David Cameron kritisierte, die britischen Ausbilder afghanischer Soldaten seien offenbar nicht ausreichend geschützt. Brown sagte verschärfte Sicherheitsmaßnahmen zu, betonte aber, Training und Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte seien "unentbehrlich für die Zukunft Afghanistans und die Sicherheit unseres Landes".




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