Einer der bedeutendsten spanischen Schriftsteller, Francisco Ayala, ist tot. Nach Angaben eines Sprechers der nach ihm benannten Stiftung starb Ayala am Dienstag im Alter von 103 Jahren bei sich zu Hause in Madrid. Der 1906 im südspanischen Granada geborene Schriftsteller galt als einer der wichtigsten Intellektuellen des Landes. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1991 mit dem Cervantes-Preis und 1998 mit dem Prinz-von-Asturien-Preis; mehrfach schlug ihn der Verband der spanischen Schriftsteller und Verleger für den Literatur-Nobelpreis vor. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos
Zu den Werken Ayalas zählen neben zahlreichen Romanen und Erzählungen auch Literaturkritiken und soziologische Essays. Auf Deutsch erschien unter anderem eine Auswahl seiner Erzählungen unter dem Titel "Der Kopf des Lammes" und der Roman "Wie Hunde sterben".
Ayala fand schon früh zur Literatur. Nach dem Sieg des späteren Diktators Franco im spanischen Bürgerkrieg ging er ins Exil - zunächst nach Argentinien und später in die USA. 1960 kehrte er zwar nach Spanien zurück, setzte aber seine Lehrtätigkeit an amerikanischen Universitäten fort. Erst 1978, drei Jahre nach dem Ende des Franco-Regimes, ließ er sich endgültig wieder in seiner Heimat nieder. Noch zu seinem 103. Geburtstag am 16. März wurde Ayala von der spanischen Literatur- und Kulturwelt groß gefeiert.




Flusspferde töten Krokodil