US-Präsident Barack Obama hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Gesprächen im Weißen Haus empfangen. Merkel sei eine "außerordentliche Führerin", und Deutschland sei ein "außerordentlicher und starker Verbündeter", sagte Obama zu Beginn des Treffens in Washington. Nach der Unterredung mit Obama war eine Ansprache der Kanzlerin auf einer gemeinsamen Sitzung beider Häuser des US-Kongresses geplant. Es wurde erwartet, dass Merkel wenige Tage vor dem 20. Jahrestag des Mauerfalls an die Rolle Washingtons beim deutschen Einigungsprozess erinnert. Diesen Artikel weiter lesen
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Vor Merkels mit Spannung erwarteter Rede mahnten Umweltverbände mehr Einsatz für den Klimagipfel in Kopenhagen an. Obama und die Kanzlerin müssten die Konferenz "zur Chefsache machen", forderte das Klimabündnis AVAAZ. Der Klimawandel ist ein zentrales Thema des Besuchs Merkels in Washington.
Zuletzt hatte 1957 der damalige Kanzler Konrad Adenauer in gesonderten Reden vor Repräsentantenhaus und Senat gesprochen, nicht aber auf einer protokollarisch höher eingestuften gemeinsamen Sitzung beider Häuser. Eine Rede vor dem versammelten Kongress hielten bislang insgesamt 103 ausländische Würdenträger, darunter die deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss, Walter Scheel, Karl Carstens und Richard von Weizsäcker.
Sie werde sich in der Rede dafür bedanken, dass die Vereinigten Staaten und der damalige Präsident George Bush senior den Prozess der deutschen Einheit "mit großer Begeisterung und mit viel Zuneigung" begleitet hätten, hatte Merkel in ihrer Videobotschaft angekündigt. Nach Angaben von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm wollte sie auch auf die Lage in Afghanistan und Pakistan eingehen.
Bei dem Treffen mit Obama sollte es um die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember gehen. Zudem sollten das weitere Vorgehen im Atomstreit mit dem Iran, der Stand der Nahost-Gespräche und die Lage der Weltwirtschaft zur Sprache kommen. Auch die US-Forderung nach einer Aufstockung der deutschen Truppen in Afghanistan dürfte auf der Agenda stehen.




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