An den französischen Schulen lernen erstmals seit Jahren wieder mehr Kinder Deutsch. Im neuen Schuljahr hätten landesweit 823.277 Schüler Deutschunterricht, zwei Prozent mehr als vor drei Jahren, sagte Frankreichs Bildungsminister Luc Chatel nach einem Treffen mit den seinen Kollegen aus den deutschen Bundesländern in Paris. "Vor 2004 war der Deutschunterricht in Frankreich im freien Fall." Binnen fünf Jahren sei diese Entwicklung aufgehalten worden, vor allem durch die Einführung "zweisprachiger" Klassen. Diesen Artikel weiter lesen
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In der sechsten und siebten Klasse können die französischen Schüler jetzt Deutsch und Englisch gleichzeitig lernen, statt wie früher zwischen den beiden Sprachen wählen zu müssen. Während im Jahr 2003 nur noch knapp 74.000 Schüler in der sechsten Klasse mit Deutsch angefangen hätten, seien es zu Beginn des neuen Schuljahres fast 91.000 gewesen, sagte Chatel.
Insgesamt lernten nun 15,4 Prozent der französischen Schüler die Sprache des Nachbarlandes. Dazu haben vermutlich auch Filme wie "Good Bye Lenin!" und "Das Leben der Anderen" sowie Musikgruppen wie Tokio Hotel beigetragen. Nun tut sich allerdings ein anderes Problem auf: Es werde immer schwieriger, Deutschlehrer zu finden, sagte Frédéric Auria vom Förderverein der Deutschen Sprache dem "Figaro".




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