Der russische Energieriese Gazprom will offenbar seinen Einfluss auf dem deutschen Erdgas-Markt weiter ausbauen. Gazprom plane eine Aufstockung seines Anteils am ostdeutschen Gas-Großhändler Verbundnetz Gas (VNG) um rund fünf auf künftig etwa 10,5 Prozent, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise. Der russische Energiekonzern wolle das VNG-Aktienpaket des französischen Energiekonzerns GDF Suez übernehmen. GDF Suez solle im Gegenzug dafür einen Anteil an der Erdgas-Ostseepipeline Nord Stream bekommen. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Verhandlungen über das Tauschgeschäft seien bereits weit fortgeschritten, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf die mit dem Vorgang vertrauten Kreise. Gazprom habe sogar bereits beim Bundeskartellamt vorgefühlt. Offiziell bestätigen wollten demnach aber weder Gazprom noch GDF Suez das Geschäft.
Die Ausweitung der Beteiligung an VNG ist für Gazprom von hoher strategischer Bedeutung, berichtete die Zeitung. Gemeinsam mit der BASF-Erdgastochter Wintershall könnte sich der russische Gaskonzern demnach bei dem ostdeutschen Erdgasimporteur damit eine Sperrminorität sichern. Beide Unternehmen zusammen haben eine Beteiligung von fast 16 Prozent. Die VNG ist der drittgrößte Gasimporteur in Deutschland. Energieversorger wie etwa Stadtwerke kaufen bei der VNG ihr Erdgas ein. Gazprom ist der weltgrößte Gaserzeuger.




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