Angesichts der schweren Grippe-Epidemie im Westen der Ukraine hat Präsident Viktor Juschtschenko das Ausland um Nothilfe im Kampf gegen das Virus A (H1N1) gebeten. Die Schweinegrippe stelle eine Gefahr für die "nationale Sicherheit" dar, sein Land könne sie aus eigener Kraft nicht bannen, sagte Juschtschenko in Kiew. Die Slowakei schloss zwei Fußgänger-Grenzübergänge zur Ukraine und ordnete stichprobenartige Kontrollen an. Diesen Artikel weiter lesen
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Juschtschenkos Appell richtete sich an alle "Freunde und strategischen Partner" der Ukraine, darunter in erster Linie an die USA, die Europäische Union, die NATO und die Nachbarländer. Nach seinen Angaben stellten die Behörden bereits eine Liste mit Medikamenten und anderen Hilfsmitteln zusammen, die zur Bekämpfung der Epidemie nötig sei.
Eine vor allem im Westen der Ukraine grassierende Grippe-Epidemie hat in der Bevölkerung für Panik gesorgt. Seit Tagen gibt es in den Apotheken keine Atemmasken und keine Grippemittel mehr, seit Freitag sind alle Schulen für mindestens drei Wochen geschlossen und alle öffentlichen Massenveranstaltungen verboten.
Die genaue Zahl der Schweinegrippe-Opfer ist jedoch unklar. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben bis Montag 67 Menschen an Grippe und schweren Atemwegserkrankungen, 225.000 Einwohner erkrankten, 15.000 von ihnen liegen im Krankenhaus. Allerdings wurde laut Gesundheitsministerium nur in 22 Krankheitsfällen das A (H1N1)-Virus nachgewiesen, einer der Infizierten sei gestorben. Der Nationale Sicherheitsrat seinerseits sprach von vier Schweinegrippe-Toten.
Die orthodoxe Kirche rief alle Gläubigen dazu auf, "für ein Ende der Ausbreitung der Grippe und der Gesundung aller Kranken" zu beten.




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