WASHINGTON, 2. November (AFP) - Der Gipfel des Kilimandscharo könnte einer neuen US-Studie zufolge infolge der Erderwärmung in 20 Jahren seine Eis- und Schneeschicht vollständig verlieren. Im Vergleich zu 1912 seien inzwischen 85 Prozent der Eiskappe verschwunden, heißt es in der am Montag in der US-Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlichten Untersuchung. Allein von 2000 bis 2007 sei die bestehende Eisfläche um 26 Prozent geschrumpft. Diesen Artikel weiter lesen
Studien-Autor Lonnie Thompson von der Ohio State University verwies darauf, dass nicht nur die Fläche des Eises abnehme, sondern auch die Dicke. Zwischen 2000 und 2007 sei das Eis auf den Gipfeln im Norden und Süden des Bergmassivs 1,90 Meter beziehungsweise 5,10 Meter dünner geworden. Die Eiskappe des Furtwängler-Gletschers in der Nähe des Kibo-Bergs, der mit 5892 Meter höchsten Erhebung Afrikas, wurde demnach zwischen 2000 und 2009 um die Hälfte dünner.
Ernest Hemingway setzte dem zwischen Kenia und Tansania gelegenen Bergmassiv 1938 in seinem Roman "Schnee am Kilimandscharo" ein literarisches Denkmal. Der Berg gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Afrika.




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