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Russland lehnt Auslieferung im Mordfall Litvinenko weiter ab

Russland lehnt eine Auslieferung des Hauptverdächtigen im Mordfall des Kreml-Kritikers Alexander Litvinenko an Großbritannien weiter ab. "Unsere Haltung hat sich nicht geändert", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow nach einem Gespräch mit seinem britischen Kollegen David Miliband in Moskau. Es sei "absolut unrealistisch", die russische Verfassung zu ändern, um den verdächtigen Ex-Agenten Andrej Lugowoi den britischen Behörden zu übergeben. Diesen Artikel weiter lesen

Russland werde Lugowoi selbst vor Gericht stellen, wenn London ausreichend Beweise für dessen Schuld vorlege. Bislang habe Großbritannien aber nicht den "vollen Umfang" der Beweise geliefert, sagte der russische Außenminister.

Miliband machte dagegen deutlich, dass die britische Regierung ihren Auslieferungsantrag nicht fallen lassen werde. London werde weiter nach "Gerechtigkeit" für Litvinenko streben, sagte er. Miliband war am Sonntag in Moskau eingetroffen. Es ist der erste Besuch eines britischen Außenministers in der russischen Hauptstadt seit fünf Jahren.

Der Kreml-kritische frühere KGB-Agent Litvinenko war im November 2006 in London mit radioaktivem Polonium vergiftet worden. Der Hauptverdächtige Lugowoi sitzt mittlerweile für die utranationalistische Liberal-Demokratische Partei (LDPR) im russischen Parlament.

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