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Studie zeigt langfristige finanzielle Folgen von Jobverlust

Wer in einer Wirtschaftskrise seinen Job verliert, muss einer Studie zufolge noch Jahre später mit finanziellen Einbußen rechnen. Nach 15 Jahren verdienen die von Massenentlassungen Betroffenen in Deutschland noch zehn bis 15 Prozent weniger als diejenigen, die ihre Stelle behalten haben, wie nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" aus Langzeituntersuchungen in Deutschland und den USA hervorgeht. Daran ändern demnach auch staatliche Transferleistungen wenig. Auch nach ihrem Einkommen betrachtet, also Gehalt plus Sozialtransfers, müssten die Betroffenen deutliche Abschläge hinnehmen. Diesen Artikel weiter lesen

Als Ausgangspunkt für ihre Untersuchung wählten die Wissenschaftler um den Ökonomen Till von Wachter von der Columbia-Universität in New York dem Bericht zufolge die weltumspannende Rezession zu Beginn der 1980er Jahre. Betrachtet wurden demnach Arbeitnehmer zwischen 25 und 53 Jahren, die mindestens fünf Jahre in festen stabilen Arbeitsverhältnissen bei größeren Unternehmen gestanden hatten. Die deutlichen Einkommenseinbußen hätten sich über alle Branchen hinweg gezeigt und Männer wie Frauen gleichermaßen betroffen, sagte von Wachter. Deshalb seien die Ergebnisse der Studie auch auf die aktuelle Wirtschaftskrise übertragbar.

Laut der Studie sinkt der Verdienst in der ersten Neuanstellung der Entlassenen um bis zu 30 Prozent gegenüber der Vergleichsgruppe der weiterbeschäftigten früheren Kollegen. Nach etwa zehn Jahren beträgt der Einkommensverlust demnach immer noch rund zwölf Prozent und verringert sich danach nur noch schleichend. Als Gründe nennen die Wissenschaftler unter anderem die Möglichkeit, dass eine besondere Spezialisierung nach dem Arbeitsplatzwechsel nicht mehr benötigt wird und die Löhne deshalb geringer ausfallen. Zudem hätten sich die Arbeitnehmer meist im Laufe eines Berufslebens über eine längere Zeit die für sie lukrativste Stelle in einem stabilen Umfeld erarbeitet. Dies könnten sie dann in einem neuen Unternehmen nicht noch einmal wiederholen.

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