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Mutmaßlichem Spion in USA droht Todesstrafe

Einem wegen versuchter Spionage in den USA festgenommenen Wissenschaftler droht im Falle eines Schuldspruchs die Todestrafe. Die Anschuldigungen gegen den 52-jährigen Forscher Stewart David N. seien "äußerst schwerwiegend", sagte Bundesanwältin Heather Schmidt. Ein Bundesgericht entschied bei einer Anhörung, dass der Angeklagte weiter in Haft bleiben muss, N. plädierte dagegen auf nicht schuldig. Diesen Artikel weiter lesen

Einen Antrag auf Freilassung N.s auf Kaution lehnte Bundesrichterin Deborah Robinson ab. Bei dem Beschuldigten bestehe Fluchtgefahr. N.s Verteidiger scheiterten mit der Argumentation, dass sich N. nur der versuchten Spionage für Israel, einen engen Verbündeten der USA schuldig gemacht habe. "Das war nicht China, nicht Nordkorea, auch nicht Russland", sagte Anwalt John Kiyonaga.

Der Wissenschaftler, ein führender Raumfahrtexperte, der jahrelang für die US-Regierung gearbeitet hatte, war nach Angaben des US-Justizministeriums bereit, Informationen über die nationale Verteidigung der USA gegen Geld zu verraten. Der Mann war von einem FBI-Ermittler überführt worden, der sich als israelischer Geheimdienstagent ausgegeben hatte. Schmidt zufolge plante N. minutiös sein Untertauchen. "Er wollte Geld, einen Pass, eine neue Identität. Er hatte einen Gesamtplan, wie er die USA verlassen würde", sagte Schmidt.

Justizangaben zufolge hatte N. für seine Dienste als Informant rund zwei Millionen Dollar verlangt. Der Wissenschaftler schuldete dem Staat nach einer Verurteilung wegen Steuerbetrugs Anfang 2009 mehr als 250.000 Dollar.

Der Wissenschaftler war laut US-Justizministerium zwischen 1989 und 2006 Geheimnisträger und hatte regelmäßig Zugang zu geheimen Informationen und Dokumenten über die Landesverteidigung. Unter anderem habe der Verdächtige im Energieministerium, für die Weltraumbehörde NASA und das Pentagon sowie als Berater für Raumfahrt im Weißen Haus gearbeitet.

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