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IAEA erhält erste Antwort Irans zu Urananreicherung

Der Iran hat eine "erste Antwort" auf den von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vorgeschlagenen Kompromiss zur Urananreicherung vorgelegt. Wie die UN-Behörde in Wien erklärte, ging ein entsprechendes Schreiben bei IAEA-Chef Mohamed ElBaradei ein. Zuvor hatte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad erklärt, die Zeit sei reif für eine internationale Zusammenarbeit. Diesen Artikel weiter lesen

ElBaradei werde nun mit dem Iran und anderen "relevanten Parteien" Rücksprache halten, hieß es in der Erklärung der IAEA. ElBaradei hoffe, dass eine Vereinbarung über seinen Vorschlag "bald" getroffen werden könne. Einzelheiten zum Antwortschreiben des Iran teilte die IAEA nicht mit, etwa, ob Teheran dem Kompromissvorschlag zustimmt oder Veränderungen verlangt.

Der iranische IAEA-Gesandte Ali Asghar Soltanijeh hatte zuvor gesagt, er habe der Atomaufsichtsbehörde die Antwort seines Landes übergeben. Zum Inhalt machte auch er keine genauen Angaben und sagte lediglich, Teheran verfolge einen "positiven Ansatz". Bei den Verhandlungen müssten aber "technische und wirtschaftliche Schwierigkeiten" des Iran bei der Lieferung des Urans berücksichtigt werden. Die iranische Tagezeitung "Javan" berichtete, Teheran werde zwei Änderungsvorschläge machen. Dabei gehe es unter anderem um eine schrittweise Lieferung des Urans ans Ausland.

Der unter Vermittlung der IAEA ausgehandelte Kompromissvorschlag sieht vor, dass der Iran bis Jahresende 1200 seiner 1500 Kilogramm leicht angereicherten Urans zur weiteren Anreicherung für Forschungszwecke nach Russland und Frankreich liefert. Die Urananreicherung ist das heikelste Thema in dem seit Jahren schwelenden Atomstreit, da dadurch neben Reaktor-Brennstoff auch Material für den Bau einer Atombombe gewonnen werden könnte. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung an Nuklearwaffen zu arbeiten.

Ahmadinedschad sagte, er sei zu einem Abkommen bereit, da das Ausland seine Politik von "Konfrontation in Kooperation" umgewandelt habe. Die internationale Gemeinschaft habe lange von Teheran gefordert, sein Atomprogramm einzustellen, sagte der iranische Staatschef in einer Rede im nordostiranischen Mesched, die im Staatsfernsehen übertragen wurde. Mittlerweile habe das Ausland aber "den Austausch von Brennstoff, die Beteiligung am Bau von Reaktoren und Atomanlagen" akzeptiert.

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