Der Tarifkonflikt bei den Gebäudereinigern ist beigelegt. Gut eine Woche nach Beginn der ersten bundesweiten Streiks in der Branche einigten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf einen neuen Tarifvertrag, teilten die Tarifpartner in Frankfurt am Main mit. Die Löhne der 860.000 Beschäftigten der Branche steigen demnach in zwei Stufen im kommenden Jahr und im Jahr 2011. Diesen Artikel weiter lesen
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Ab Januar erhalten Gebäudereiniger im Westen um 3,1 Prozent und im Osten um 3,8 Prozent mehr Lohn. Ab 2011 erhöhen sich die Löhne noch einmal um 1,8 Prozent im Westen und 2,5 Prozent im Osten. Die Stundenlöhne in der untersten Lohngruppe, die zugleich der neue Mindestlohn in der Branche sein soll, belaufen sich nach Angaben der IG Bauen-Agrar-Umwelt auf 8,55 Euro im Westen und sieben Euro im Osten.
Die Gewerkschaft hatte ursprünglich 8,7 Prozent mehr Geld gefordert. In der vergangenen Woche erhöhte sie den Druck auf die Arbeitgeber mit dem ersten bundesweiten Streik in der Geschichte der Branche, bei dem immer wieder große Gebäude bestreikt wurden.
Arbeitgeber und Gewerkschaften zeigten sich zufrieden mit dem Abschluss. IG-BAU-Chef Klaus Wiesehügel erklärte, der Streik habe sich ausgezahlt. Die Gewerkschaft habe ihre Ziele weitgehend erreicht, die Arbeitsniederlegungen würden ab Freitag ausgesetzt.
Über das Tarifergebnis müssen nun noch die Gewerkschaftsmitglieder in einer Urabstimmung entscheiden. Der Verhandlungsführer des Bundesinnungsverbandes, Bernd Jacke, erklärte, mit dem Ergebnis sei das seit Jahrzehnten bewährte Mindestlohn- und Tarifsystem der Branche erhalten und weiter entwickelt worden.




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