Nach dreitägiger Irrfahrt vor der Küste Siziliens sind fast 300 Bootsflüchtlinge gerettet worden. Die Küstenwache der italienischen Mittelmeer-Insel brachte das Flüchtlingsboot in den Hafen von Pozzalo. 297 Flüchtlinge seien gerettet worden, in dem Boot fanden die Beamten aber auch die Leiche eines Flüchtlings, wie ein Sprecher der Küstenwache sagte. An Bord des Bootes waren demnach auch 29 Kinder und 46 Frauen, von denen vier schwanger waren. Diesen Artikel weiter lesen
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Einige Flüchtlinge hätten sehr erschöpft gewirkt, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Etwa ein Dutzend Flüchtlinge wurden demnach ins Krankenhaus gebracht.
Die Rettung der Flüchtlinge hatte sich wegen schlechten Wetters und wegen Streitigkeiten über die Zuständigkeit zwischen Italien und Malta verzögert. Die Flüchtlinge hatten am Freitagmorgen die italienische Küstenwache um Hilfe gebeten, als sie sich noch in libyschen Gewässern befanden.
Ein italienischer Öltanker wurde daraufhin beauftragt, den Flüchtlingen zu Hilfe zu eilen. Wegen schlechten Wetters gelang es aber weder der Besatzung des Tankers noch mehreren Schiffen aus Libyen, die Flüchtlinge an Bord zu nehmen. Sie konnten den Bootsflüchtlingen aber Lebensmittel an Bord werfen. Obwohl das Flüchtlingsboot zwischenzeitlich in maltesischen Gewässern trieb, weigerte sich Malta, den Flüchtlingen zu helfen, da Italien zuerst um Hilfe gebeten worden sei.
Der italienische Außenminister Franco Frattini sagte nun: "Wie immer hat Italien seine Pflicht getan." Der oppositionelle Senator Roberto Di Giovan Paolo erklärte hingegen, dass die Flüchtlinge wegen des Zuständigkeitsstreits 48 Stunden länger auf Hilfe hätten warten müssen. Dies zeige die "Unfähigkeit Italiens, für die Umsetzung jeder Vereinbarung über die Hilfe für Einwanderer zu sorgen". Die Flüchtlinge werden voraussichtlich bald nach Libyen zurückgebracht.




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