Amnesty International (ai) hat Israel vorgeworfen, den Palästinensern eine ausreichende Versorgung mit lebensnotwendigem Trinkwasser zu verweigern. Die Menschenrechtsorganisation forderte die israelische Regierung in einem Bericht auf, ihre "benachteiligende Politik" zu beenden und den Palästinensern einen "gerechten Zugang" zu den Wasserressourcen zu gewähren. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos
Durch die "totale Kontrolle" der Ressourcen schränke Israel den Zugang zu Wasser in den Palästinensergebieten "ernsthaft" ein, kritisierte Amnesty in dem Bericht. "Israel erlaubt den Palästinensern nur den Zugriff auf einen Bruchteil der gemeinsamen Wasservorräte, die größtenteils im besetzten Westjordanland liegen, während die illegalen israelischen Siedlungen praktisch unbegrenzt versorgt werden."
Laut Amnesty verbrauchen die Israelis viermal soviel Wasser wie die Palästinenser. Diese "Ungleichheit" sei in einigen Teilen des Westjordanlands allerdings noch dramatischer. Dort stehe vielen israelischen Siedlern im Vergleich zu den Palästinensern das Zwanzigfache an Wasser zur Verfügung. Diese müssten mit 20 Litern täglich auskommen. "Schwimmbäder, gut bewässerte Wiesen und ein reger landwirtschaftlicher Betrieb in den Siedlungen stehen im Kontrast zu benachbarten palästinensischen Dörfern, wo die Einwohner täglich darum kämpfen müssen, ihren Wasserbedarf zu decken."
"Ich bete jeden Tag für Wasser", sagte der Palästinenser Abdullah Nadschi aus Audscha im Westjordanland der Nachrichtenagentur AFP. Der 40-Jährige wurde vor zwei Jahren zum Schäfer, nachdem er den Bananen-Anbau wegen der Trockenheit und der mangelnden Versorgung mit Wasser aufgeben musste. Die Bewohner seines Dorfes können nur mit Hilfe von Wasserlieferungen überleben. In der benachbarten israelischen Siedlung Jitaw sieht es dagegen ganz anders aus: "Sie haben soviel Wasser, wie sie wollen", sagte Nadschi.
Die israelischen Behörden weisen Kritik an ihrer Politik gegenüber den Palästinensern jedoch stets zurück. Dem Außenministerium zufolge profitieren beide Seiten gerecht von den Wasserressourcen. Regierungssprecher Mark Regev sagte: "Die Palästinenser haben Millionen von Dollar an Hilfen erhalten. Warum wird dieses Geld nicht in eine effiziente Infrastruktur investiert."
Laut Amnesty untersagen die israelischen Behörden den Palästinensern allerdings den Neubau und die Instandhaltung von Brunnen. Straßensperren erschwerten zudem, dass abgelegene Dörfer von Lastwagen mit Wasser versorgt werden. Ähnlich dramatisch sei die Lage im Gazastreifen. Dort könnten Wiederaufbereitungsanlagen nicht repariert werden, da Israel die Einfuhr von Ersatzteilen aus Befürchtung, sie würden zum Raketenbau eingesetzt, unterbinde.




Cotabato (AFP) - Bei einem Geiseldrama im Süden der Philippinen sind mindestens 21 Menschen getötet worden, unter ihnen 13 Frauen.
Flusspferde töten Krokodil