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US-Hubschrauber-Abstürze in Afghanistan: Mindestens 14 Tote

Bei Abstürzen von NATO-Hubschraubern in Afghanistan sind mindestens elf US-Soldaten und drei US-Drogenfahnder ums Leben gekommen. In einem Fall stürzte ein Hubschrauber bei einem Einsatz von Drogenkontrolleuren in der Provinz Badghis im Westen ab, im anderen stießen zwei Hubschrauber im Süden zusammen, wie die ISAF-Truppe mitteilte. Das Pentagon testet derweil offenbar Strategien zur Truppenaufstockung. Diesen Artikel weiter lesen

Für die US-Streitkräfte war es einer der schwärzesten Tage seit dem Beginn des Einsatzes am Hindukusch 2001. Die drei Zivilisten, die bei dem Hubschrauber-Absturz in Badghis ums Leben kamen, arbeiteten nach Angaben aus Diplomatenkreisen für die Anti-Drogen-Einheit DEA. Außerdem starben dort sieben US-Soldaten. Verletzt wurden nach Angaben der ISAF elf weitere US-Soldaten, 14 afghanische Soldaten sowie ein Zivilist. Es gab demnach keine Hinweise darauf, dass der Hubschrauber angegriffen worden sei, selbst wenn Sprecher der radikalislamischen Taliban das anders darstellten.

Zuvor waren beim Zusammenstoß zweier US-Hubschrauber im Süden Afghanistans vier US-Soldaten ums Leben gekommen. Die Helikopter der ISAF seien offenbar im Flug kollidiert, teilte die NATO-Truppe in Kabul mit. Zwei weitere Soldaten seien verletzt worden. Die NATO kündigte eine Untersuchung des Unglücks an, ging aber auch bei diesem Absturz nicht von einem feindlichen Angriff aus.

Das Pentagon hat einem Zeitungsbericht zufolge mit fiktiven Manövern verschiedene Militärstrategien am Hindukusch getestet. Dabei seien zwei verschiedene Optionen simuliert worden, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf US-Militärkreise. Geprüft wurden demnach zum einen die Aufstockung der Truppen um 44.000 US-Soldaten, die eine Großoffensive gegen die Taliban führen und das Land stabilisieren sollen. Eine zweite Option sei die Entsendung von 10.000 bis 15.000 zusätzlichen Soldaten für gezielte Angriffe.

US-Präsident Barack Obama will in den kommenden Wochen über eine Aufstockung der Truppen am Hindukusch entscheiden. Wie laut "Washington Post" aus Militärkreisen weiter verlautete, sei das Ziel der Simulationen gewesen, die Reaktion und das Verhalten der Taliban, der afghanischen und pakistanischen Behörden sowie der NATO-Soldaten auf die verschiedenen Veränderungen zu testen. Derzeit sind rund 68.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert.

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