Vor dem Hintergrund des heraufziehenden Wahlkampfes in Großbritannien hat sich Außenminister David Miliband für ein stärkeres Engagement in der EU eingesetzt. Großbritannien müsse sich die Außenpolitik der Europäischen Union "zu eigen machen, mitgestalten und anführen", sagte Miliband vor dem Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS). Diesen Artikel weiter lesen
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Erneut schloss Miliband für sich die Rolle eines zukünftigen EU-Außenministers aus. Zugleich bekräftigte aber die Downing Street, dass die britische Regierung den früheren Premierminister Tony Blair als Kandidaten für das neue Amt des ständigen EU-Ratspräsidenten unterstützt.
Milibands Rede über ein stärkeres Engagement in der EU ist zugleich ein Seitenhieb gegen die oppositionellen Konservativen, die den Umfragen zufolge im kommenden Frühjahr mit einem Wahlsieg rechnen können. Traditionell verfolgen die Tories eine europa-skeptische Linie, große Teile der Partei wollen die Ratifizierung des EU-Vertrags von Lissabon rückgängig machen.
"Wir können eine starke europäische Außenpolitik anführen, oder unseren Einfluss in der Welt schwinden sehen, verloren in Überheblichkeit, Nostalgie und Fremdenfeindlichkeit", sagte Miliband. Seine Vorstellung sei eine andere. "Im britischen nationalen Interesse" müsse London eine starke EU-Außenpolitik mittragen. Wer sich davor fürchte, trage "Scheuklappen" und sei "fatalistisch".




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