Nach über zwei Jahrzehnten ist eines von nur zehn weltweit bekannten Fossilien des Urvogels Archaeopteryx einem Zeitungsbericht zufolge in Bayern wieder aufgetaucht. Der Eigentümer habe mitgeteilt, dass er den Urvogel ab Montag auf der Mineralien- und Fossilienmesse in München präsentieren wolle, wie die "Welt am Sonntag" berichtete. Von der Existenz des sogenannten achten Archaeopteryx-Exemplars wussten Paläontologen dem Bericht zufolge seit 1990. Damals wurde auf einer Urvogel-Sonderausstellung der Abguss des Fossils präsentiert. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos
Das Fossil selbst sei der Öffentlichkeit nie präsentiert worden, auch der Abguss sei nach der Ausstellung wieder in Privatbesitz verschwunden. Wer der Eigentümer des Stückes war und unter welchen Umständen es gefunden wurde, war den Angaben zufolge unklar. Das Wiederauftauchen des achten Exemplars ist für die Wissenschaft demnach wichtig. Insgesamt sind nur zehn Archaeopteryxe und ein einzelner Federabdruck gefunden worden. Eines der am besten erhaltenen Exemplare befindet sich im Berliner Naturkunde-Museum.
Anders als die anderen neun Skelett-Fossilien komme der achte Urvogel nicht aus den bereits bekannten Schiefersteinbrüchen, sondern aus einem Steinbruch bei Daiting nahe Ingolstadt. Dessen Stein ist demnach einige hunderttausend Jahre jünger. Die genaue Untersuchung des Fossils könne daher Aufschluss über die Evolution der Urvögel und damit der Vögel generell liefern. Der achte Archaeopteryx besteht den Angaben zufolge aus Arm- und Schulterknochen, dem Schädel und einigen Halswirbeln. Im UV-Licht seien Federabdrücke erkennbar.




Wellington (AFP) - Südlich von Neuseeland sind Eisberge gesichtet worden.
Flusspferde töten Krokodil