Vier Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) haben im Iran mit der Inspektion der erst seit kurzem bekannten Anlage zur Urananreicherung nahe der Stadt Ghom begonnen. Während in Teheran die Kritik an einer internationalen Vereinbarung über die Anreicherung iranischen Urans im Ausland nicht abriss, bekannten sich die Präsidenten der USA, Russlands und Frankreichs erneut zu dem Plan. Diesen Artikel weiter lesen
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Die IAEA-Experten trafen in der neuen Anlage ein, wie ein Sprecher der iranischen Atombehörde mitteilte. Sie wollten bei ihrer auf drei Tage angesetzten Inspektion prüfen, ob die iranischen Angaben über die neue Einrichtung bei Ghom mit den Gegebenheiten vor Ort übereinstimmen, meldete die iranische Nachrichtenagentur Mehr. Iran hatte die IAEA am 21. September über die Anlage informiert und damit international Kritik ausgelöst, weil nach den Regularien der IAEA eine Nuklearanlage vor Baubeginn gemeldet werden muss. Zu dem Zeitpunkt wurde dort aber bereits seit ungefähr einem Jahr gebaut. Teheran wiederum argumentiert, eine offizielle Meldung sei erst 180 Tage vor der Einbringung von Nuklearmaterial erforderlich und damit rechtzeitig geschehen.
Iran weigert sich seit langem, auf die Anreicherung von Uran in der bekannten Anlage bei Natans zu verzichten und beteuert, diese diene ausschließlich der zivilen Nutzung. Der Westen, allen voran die USA, verdächtigt die Teheran indes, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete deshalb bereits fünf Resolutionen gegen das Land, drei davon enthielten Sanktionen.
Zur Lösung dieses schwierigsten Punkts im Atomkonflikt hatte sich Teheran Anfang Oktober in Genf grundsätzlich bereit erklärt, sein für einen Forschungsreaktor benötigtes Uran in Russland aufbereiten zu lassen. Nach einem von IAEA-Generaldirektor Mohamed ElBaradei vorgelegten Vertragsentwurf soll der Iran bis zum Jahresende 1200 Kilogramm leicht angereichertes Uran nach Russland schicken, wo es auf 19,75 Prozent angereichert werden soll.
US-Präsident Barack Obama und seine Kollegen aus Russland und Frankreich, Dmitri Medwedew und Nicolas Sarkozy, bekundeten nach Angaben des Weißen Hauses erneut ihre Unterstützung für diesen ursprünglich von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad vorgebrachten Plan.




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