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Pakistanische Armee nimmt Heimatdorf von Taliban-Führer ein

Die pakistanische Armee hat nach Angaben aus Sicherheitskreisen das Heimatdorf des gesuchten Taliban-Führers Hakimullah Mehsud eingenommen. Das Dorf Kotkai in der Stammesregion Süd-Waziristan sei in der Nacht besetzt worden und werde derzeit geräumt, sagte ein Armeemitglied der Nachrichtenagentur AFP. Er bezeichnete die Besetzung des Dorfes als "wichtigen Durchbruch". Nach Angaben eines weiteren Armeeangehörigen hatten die Sicherheitskräfte in den vergangenen drei Tagen das Dorf umstellt. Kampfflieger und Hubschrauber beschossen mutmaßliche Stellungen der Aufständischen in der Umgebung. Diesen Artikel weiter lesen

Mehsud ist der Anführer der islamistischen Gruppierung Tehreek-e-Taliban (TTP). Diese wird für die Mehrzahl der Anschläge in Pakistan in den vergangenen beiden Jahren verantwortlich gemacht, durch die fast 2300 Menschen starben. Die pakistanische Armee hatte am vergangenen Samstag ihre Offensive in Süd-Waziristan begonnen und etwa 30.000 Soldaten in den Kampf gegen schätzungsweise bis zu 12.000 Taliban-Rebellen geschickt.

Unterdessen wurden bei einem US-Drohnenangriff in den pakistanischen Stammesregionen an der Grenze zu Afghanistan mindestens 13 Menschen getötet. Bei dem Angriff sei ein Haus in dem Dorf Damadola im Bezirk Bajaur getroffen worden, sagte ein örtlicher Behördenvorsteher der Nachrichtenagentur AFP. Bei den Toten handelte es sich nach Angaben der pakistanischer Sicherheitskräfte um aufständische Islamisten, drei von ihnen seien "ausländische Kämpfer" gewesen.

In den vergangenen Monaten haben Drohnen der CIA und der US-Armee verstärkt Positionen in den Grenzgebieten zu Afghanistan ins Visier genommen. Seit 2008 starben bei dutzenden Drohnenangriffen im Nordwesten Pakistans fast 600 Menschen.

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