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Laridschani wirft Westen "Betrug" bei Uran-Deal vor

Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani hat dem Westen wegen des Vorschlags einer Urananreicherung im Ausland "Betrug" vorgeworfen. "Die Westler bestehen darauf, in eine Richtung zu gehen, um uns zu täuschen und uns Dinge aufzudrücken", sagte Laridschani der Nachrichtenagentur Isna. Das Angebot sehe vor, dem Iran auf 20 Prozent angereichertes Uran für den Teheraner Forschungsreaktor nur zu liefern, wenn Teheran sein angereichertes Uran hergebe. "Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen diesen beiden Sachen", sagte Laridschani. Diesen Artikel weiter lesen

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed ElBaradei, hatte am Mittwoch einen Vertragsentwurf vorgelegt, in dem Teheran aufgefordert wird, bis zum Jahresende 1200 seiner 1500 Kilogramm leicht angereicherten Urans an Russland zu liefern. Dort soll das Uran, das einen Anreicherungsgrad von weniger als fünf Prozent hat, bisherigen Veröffentlichungen zufolge auf 19,75 Prozent angereichert werden. Damit soll verhindert werden, dass der Iran selbst das Uran weiter anreichert, um waffenfähiges, mindestens 90-prozentiges Uran zu erhalten. Während Russland, die USA und Frankreich dem Schlichtungsvorschlag am Freitag zustimmten, kündigte Teheran eine Entscheidung erst in der nächsten Woche an.

Die USA drängten den Iran zu einer baldigen Antwort auf den Schlichtungsvorschlag der IAEA im Streit um die Urananreicherung. Man könne die Angelegenheit um einige Tage ausdehnen, sagte US-Außenamtssprecher Ian Kelly. "Aber wir werden nicht ewig warten." Während Russland, die USA und Frankreich dem Vorschlag bereits zustimmten, will der Iran seine Antwort erst Mitte kommender Woche übermitteln. Kelly erklärte, er hoffe auf eine positive Antwort Teherans.

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