Die deutsche Industrie hat den schwarz-gelben Koalitionsvertrag begrüßt. Er biete "gute Reformansätze", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, der Berliner "B.Z." Es müsse noch mehr "Reformmut" folgen, "um Arbeitsplätze zu schaffen und der demografischen Entwicklung zu begegnen", fügte er hinzu. Diesen Artikel weiter lesen
Konkret forderte Driftmann, der Mittelstand brauche "mehr Flexibilisierung am Arbeitsmarkt". Die FDP hatte in den Koalitionsverhandlungen eine Lockerung des Kündigungsschutzes gefordert, war damit aber an der Union gescheitert. Driftmann räumte ein, dem Mittelstand würden gerade auch die Erleichterungen bei Unternehmens- und Erbschaftsteuer helfen. "Das hilft den Unternehmen in schwieriger Lage wieder aus dem Keller herauszukommen", sagte er.
Auch die Pläne für die Krankenversicherung seien positiv. "Wir brauchen Kassenbeiträge, die unabhängig vom Einkommen sind", sagte Driftmann. "Das begrenzt die Lohnzusatzkosten und erleichtert die Schaffung von Arbeitsplätzen."
Driftmann begrüßte auch die geplante Entlastung bei der Einkommensteuer. "Dann spüren die Leistungsträger, dass sich ihre Arbeit lohnt", sagte der DIHK-Präsident. "Zusammen mit den Entlastungen für Familien wird das zu mehr Konsum führen und damit der Konjunktur einen Impuls geben".




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