Russland hat dem Schlichtungsvorschlag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im Streit um das iranische Atomprogramm zugestimmt. "Wir hoffen, dass nicht nur der Iran, sondern alle Parteien das Abkommen akzeptieren werden", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. Die russischen Experten hätten an der Ausarbeitung der Vorschläge teilgenommen. "Wir sind mit diesen Vorschlägen einverstanden", fügte Lawrow hinzu. Diesen Artikel weiter lesen
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An der angestrebten technischen Vereinbarung zur Weiterverarbeitung des im Iran produzierten Urans sind auch die USA und Frankreich beteiligt. Die IAEA erwartete im Laufe des Tages die Antworten der anderen Teilnehmer, auch des Irans. IAEA-Chef Mohamed ElBaradei hatte den Unterhändlern am Mittwoch in Wien einen Vertragsentwurf vorgelegt. Dieser sieht laut Diplomaten vor, dass leicht angereichertes Uran aus dem Iran im Ausland stärker angereichert wird. ElBaradei machte selbst keine genauen Angaben zum Inhalt des Vertragsentwurfs.
ElBaradei sagte lediglich, dass das Dokument einen "ausgewogenen Ansatz" verfolge. Darin seien die "Modalitäten und Mittel" geregelt, über die dem Iran das Recht auf die für seinen Forschungsreaktor benötigte Menge an Brennstäben zugestanden werde. Mit dieser Anlage verfolge Teheran rein medizinische Zwecke, da dort Isotope zur Behandlung von Krebszellen hergestellt würden.
Mit der Unterzeichnung des Vertragsentwurfs der IAEA würde sich der Iran nach Angaben von Diplomaten verpflichten, den Großteil des schwach angereicherten Urans seiner Atomanlagen außer Landes zu bringen. Nach Angaben des französischen Unterhändlers Jacques Audibert wird Teheran darin aufgefordert, bis zum Jahresende 1200 seiner 1500 Kilogramm leicht angereicherten Urans ins Ausland liefern. Dort soll das Uran, das einen Grad von etwa 3,5 Prozent hat, bisherigen Veröffentlichungen zufolge auf etwa 20 Prozent angereichert werden.




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