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Carstensen erinnert an Zeit der deutsch-deutschen Teilung

Ratzeburg (ddp-nrd). Anlässlich des 20. Jahrestages der Grenzöffnung hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) an die schwierige Situation seines Bundeslandes im geteilten Deutschland erinnert. «Durch unser Land verlief die brutale Grenzlinie, die Deutschland, Europa und die Welt teilte», sagte Carstensen am Sonntag in Ratzeburg bei einer Kundgebung des Kreises Herzogtum Lauenburg und der Kirche laut Redemanuskript. Die Grenze habe tief in die Lebensläufe vieler Familie eingeschnitten, Verbindungen zwischen Dörfern und Städten getrennt und Teile des Landes in eine wirtschaftlich schwierige Randlage gebracht, fügte er hinzu. Diesen Artikel weiter lesen

Für Carstensen ist der Mauerfall auch zwei Jahrzehnte später noch ein Grund zur Freude. Seit dem 9. November 1989 seien alte Freundschaften zwischen Ost und West wieder belebt worden, seit dem 3. Oktober 1990 lebe Deutschland in allseits anerkannten Grenzen und umgeben von Freunden. Die Nacht des 9. November 1989 habe Deutschland und auch die Welt verändert.

Carstensen sagte über den Mauerfall, in seinem politischen Leben habe es nichts gegeben, was ihn mehr berührt habe. Er habe den Tag als Abgeordneter im Bundestag in Bonn erlebt. Die Parlamentssitzung sei unterbrochen worden, um sich über die dramatischen Entwicklungen in Berlin zu informieren. «Ich war bewegt und berührt und bin noch abends nach Berlin geflogen, um unsere Landsleute zu begrüßen», erinnerte er sich.

(ddp)

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