Berlin (ddp). Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat auf der 60-Jahr-Feier des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) am Sonntag in Berlin die Rolle der Medien für das Funktionieren der Demokratie betont. Der DJV trete seit Jahrzehnten überzeugend dafür ein, dass die Grundwerte des Journalismus gelebt würden. Qualitätsjournalismus sei nur durch gute Arbeitsbedingungen möglich. Für die Zukunft sei die Stärkung der Medienkompetenz junger Menschen von entscheidender Bedeutung. Staatliche Subventionen in Medienunternehmen lehnte Neumann entschieden ab. Deutlich sprach er sich gegen weitere Werbeverbote auf nationaler Ebene aus. Zu einem möglichen Leistungsschutzrecht forderte Neumann gerechte Regelungen für die Urheber. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos
«Wir wollen die Rahmenbedingungen der Medienunternehmen mit dem Ziel verbessern, die publizistische Vielfalt und die redaktionellen Arbeitsplätze zu erhalten», sagte der CDU-Politiker zu einer möglichen Reform des Pressefusionsrechts. Er betonte, dass kritischer Journalismus nicht weiter kriminalisiert werden dürfe, und kündigte die Veränderung entsprechender Gesetzesvorschriften durch die neue Bundesregierung an.
Zuvor hatte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken auf die schwierige Zeit der Verbandsgründung 1949 hingewiesen. «Nach der Nazi-Diktatur mussten Journalisten erst lernen, was objektive und kritische Berichterstattung heißt.» Daraus sei eine Erfolgsgeschichte erwachsen, die untrennbar mit der Entwicklung der Demokratie in Deutschland verbunden sei.
Am Dienstagvormittag wird der DJV-Verbandstag mit der Grundsatzrede des Bundesvorsitzenden fortgesetzt. Im Anschluss steht die Wahl des siebenköpfigen Bundesvorstands auf der Tagesordnung.
(ddp)




Frankfurt/Main (AFP) - Der langjährige Moderator der ARD-"Tagesthemen", Ulrich Wickert, hat die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF als inhaltlich und sprachlich schlecht kritisiert.
Flusspferde töten Krokodil