München (ddp). TV-Komponisten werfen den großen Fernsehsendern vor, sich an ihrer Arbeit zu bereichern. «Viele Sender und Produktionsfirmen vergeben nur noch Aufträge an Komponisten, wenn sie selbst über eine Verlagsbeteiligung an den GEMA-Einkünften beteiligt werden», sagte das Vorstandsmitglied beim Berufsverband Composers Club, Christian Wilckens, dem Magazin «Focus». «Oft handelt es sich um Scheinverlage, die keine verlegerische Leistung erbringen.» Diesen Artikel weiter lesen
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Die Verwertungsgesellschaft GEMA zahlt bei jeder Ausstrahlung einer Sendung Tantiemen für die darin enthaltene Musik. Ein gutes Drittel davon könnten «Focus» zufolge Sender und Produzenten bei solchen Vertragskonstruktionen für sich verbuchen - bei täglich laufenden Serien angeblich bis zu sechsstellige Summen im Jahr.
Eine interne Umfrage des Composers Club unter 135 Mitgliedern ergab, dass diese Praxis inzwischen bei den meisten privaten und öffentlich-rechtlichen Produktionen üblich sei. Auf «Focus»-Nachfrage bestritten ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 die Vorwürfe. Die Produktionsfirma Grundy Ufa («Verbotene Liebe», «Unter uns») teilte mit, sie könne «zu konkreten Vertragsverhältnissen und ihren Inhalten leider keine Stellung nehmen».
(ddp)




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