München (ddp-bay). Knapp eine Woche vor dem SPD-Bundesparteitag in Dresden hat sich der designierte Vorsitzende Sigmar Gabriel am Sonntagabend in München einer Diskussion mit der bayerischen SPD-Basis gestellt. An seiner Seite war die Kandidatin für das Amt der Generalsekretärin, Andrea Nahles. Beide wurden mit viel Applaus empfangen. Sie hatten sich bereits zuvor in Nürnberg mit dem bayerischen SPD-Vorstand und den Parteitagsdelegierten aus dem Freistaat getroffen. Diesen Artikel weiter lesen
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Gabriel sagte anschließend, er habe bei einer «engagierten Debatte» auch «viel positive Signale» gehört. Er fügte hinzu: «Wir müssen jetzt gemeinsam zupacken, um aus dem Tal herauszukommen.» Nahles versprach der bayerischen SPD, künftig die Anliegen des Freistaats stärker als bisher zu berücksichtigen. Sie betonte: «Ein Stimmenanteil von einem Prozent in Bayern entspricht im Saarland stimmenmäßig einem Anteil von zehn Prozent.»
Gabriel und Nahles hatten am 24. Oktober in Hannover mit einer bundesweiten Tour zu den einzelnen SPD-Landesverbänden begonnen. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufarbeitung der historischen Niederlage der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl. Der bisherige SPD-Chef Franz Müntefering kandidiert als Konsequenz aus dem Debakel nicht erneut auf dem Bundesparteitag, der am Freitag nächster Woche beginnt.
Bayerns neuer SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher sagte vor dem Diskussionsabend in München, er erwarte eine «sehr lebendige Veranstaltung». Es sei auch gut, wenn es «zur Sache» gehe. Allerdings müsse die SPD «den Blick nach vorne richten».
Die bayerische Juso-Vorsitzende Marietta Eder sagte der Nachrichtenagentur ddp, die SPD brauche neue Konzepte in der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Ziel müsse es sein, dass «die Schere zwischen Arm und Reich wieder zusammengeht». Notwendig sei unter anderem «die Abschaffung der Rente mit 67». Auf die Frage, ob Gabriel und Nahles ein SPD-«Dreamteam» werden könnten, antwortete Eder: «Wir sind als Jusos nicht personengläubig.»
(ddp)




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