Wiesbaden (ddp-hes). Einen Tag nach der fehlgeschlagenen Erdwärmebohrung vor dem Wiesbadener Finanzministerium sprudelt noch immer Wasser aus dem Bohrloch. Es sei zwar gelungen, den Wasserfluss im Vergleich zu Freitagabend zu halbieren, das Leck sei aber noch nicht vollständig abgedichtet, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Samstag in Wiesbaden auf ddp-Anfrage. Diesen Artikel weiter lesen
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Fachleute hatten am Freitagabend begonnen, mit einem 150 Meter langen Spezialrohr Beton in das Bohrloch zu pumpen. Die Experten rechneten damit, die Reparaturarbeiten noch am Samstag beenden zu können. Die Höhe des Schadens könne noch nicht beziffert werden.
Bauarbeiter hatten am Donnerstag in der Wiesbadener Innenstadt versehentlich eine Grundwasserblase angebohrt und damit eine Wasserfontäne ausgelöst. Das kalte Wasser schoss daraufhin aus rund 130 Metern Tiefe nach oben und überflutete einen Parkplatz und eine Grünfläche. Pro Minute traten bis zu 6000 Liter Wasser aus. Gegen Mitternacht standen den Angaben zufolge etwa 400 Quadratmeter unter Wasser. Feuerwehrleute pumpten das Wasser in Kanäle, um ein Überfluten des Finanzministeriums und eines Hotels zu verhindern.
Bei dem Bauprojekt auf dem Gelände des Finanzministeriums sollte überprüft werden, ob für einen geplanten Anbau Erdwärme genutzt werden kann. Nach Angaben des Sprechers hatten Fachleute vor der Bohrung geprüft, ob bei den Arbeiten möglicherweise Heilquellen getroffen werden könnten, aus denen heißes Wasser mit hohem Druck an die Erdoberfläche schießen kann. Dieses Risiko sei als gering eingeschätzt worden.
(ddp)




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