Münster (ddp). Im Kampf gegen die Rockerkriminalität in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei in der Nacht zu Samstag zahlreiche Treffpunkte der Rockerbanden «Bandidos» und «Hells Angels» überprüft. So gab es nach den Durchsuchungen unter anderem der Clubheime der «Hells Angels» in Frechen und der «Bandidos» in Duisburg zahlreiche weitere Aktionen, wie die zuständige Polizeistelle in Münster mitteilte. Dabei wurden etliche Waffen eingezogen. Diesen Artikel weiter lesen
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So wurden Clubheime der «Bandidos» in Aachen, Schwerte und Gelsenkirchen überprüft, in Siegen wurden Zugangskontrollen an einem Clubheim der «Hells Angels» durchgeführt. Dabei wurden insgesamt rund 65 Personen kontrolliert. Die Polizei stellte unter anderem Messer, Baseballschläger, eine Axt und einen Teleskopschlagstock sicher.
«Wer in friedlicher Absicht feiern will, braucht sich nicht zu bewaffnen», sagte der Leitende Polizeidirektor Hans Volkmann, der den Gesamteinsatz von Münster aus leitet. «Auch für die ´Bandidos´ und ´Hells Angels´ gibt es keine rechtsfreien Räume.»
Seit einer Woche bündelt die Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen unter Federführung des Polizeipräsidiums Münster die Maßnahmen gegen die Rockerkriminalität. In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Kontrollen von Mitgliedern der beiden verfeindeten Rockerbanden gegeben. Dabei wurden zahlreiche Waffen sichergestellt. Am Freitag wurden zudem drei Mitglieder der «Hells Angels» wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vorläufig festgenommen.
Am vergangenen Wochenende hatte es Auseinandersetzungen zwischen den beiden Rockerbanden in Duisburg, Solingen und Essen gegeben. Die Zwischenfälle standen möglicherweise im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod eines 32-jährigen «Bandidos»-Mitglieds in Duisburg. Er war am 8. Oktober von einem Mann erschossen worden, der mit den «Hells Angels» sympathisiert haben soll. Anlass für die Gewalttat war jedoch ein Streit um eine Frau.
(ddp)




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