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Mauer-Galerie zwischen Reichstag und Potsdamer Platz freigegeben

Berlin (ddp). Mit der Enthüllung eines künstlerisch gestalteten Mauersteins hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Samstag die sogenannte Domino-Galerie übergeben. Das 1,5 Kilometer lange Kunstwerk verläuft vom Reichstagsgebäude vorbei am Brandenburger Tor zum Potsdamer Platz. Am Abend des 9. November soll es symbolträchtig niedergerissen werden. Diesen Artikel weiter lesen

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Die 1000 künstlichen Kästen waren innerhalb der vergangenen Monate von Schülern und Auszubildenden aus ganz Deutschland bemalt worden. Einige Elemente wurden von Schulklassen aus Warschau und New York gestaltet, einige der 2,50 Meter hohen und einen Meter breiten Teile bilden die Logos von Sponsoren ab. Sämtliche Arbeiten kehren nach Abschluss der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls wieder in die Hände der jeweiligen Gestalter zurück.

Das von Wowereit enthüllte Element ist eine Arbeit der deutsch-polnischen Robert-Jungk-Schule in Berlin-Wilmersdorf. Es erinnert an den Freiheitskampf der Gewerkschaft Solidarnocz Anfang der 80er Jahre in Polen. Zum Anliegen der Galerie sagte der SPD-Politiker, wer einen solchen Stein bemalte, habe sich mit der Mauer und der DDR beschäftigen müssen. Das sei «aktiver Geschichtsunterricht». Gleichzeitig erinnere der bis zum Montagabend stehende Wall an die Leistung der DDR-Bürgerrechtler 1989. Damals hätten Bürgerbewegungen in ganz Osteuropa den Fall der Mauer vorbereitet.

Den Anstoß zum Fall der künstlichen Mauer gibt am Montag vor dem Reichstagsgebäude der frühere Gewerkschaftsführer und ehemalige polnische Präsident Lech Walesa. Parallel bringen Schüler und der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, am Potsdamer Platz das Kunstwerk zum Kippen. Die Aktion ist Teil des «Fests der Freiheit», das am Brandenburger Tor gefeiert wird. Ehrengäste des Volksfestes sind ehemalige und amtierende Regierungschefs, Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie frühere Berliner Bürgerrechtler.

(ddp)

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