Berlin (ddp-bln). Der Berliner Regierende Bürgermeister und designierte Parteivize Klaus Wowereit (SPD) wirbt für eine Rückkehr ehemaliger Mitglieder von der Linkspartei zur SPD. «Die SPD hat keinen Aufnahmestopp. Auch ehemalige SPD-Mitglieder, die jetzt bei der Linken sind und zur SPD zurückfinden wollen, sind uns willkommen. Denn wir freuen uns über jedes neue Mitglied», sagte Wowereit laut Vorabbericht der «Bild am SONNTAG». Diesen Artikel weiter lesen
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Auf die Frage, ob dies auch für den ehemaligen SPD-Chef und jetzigen Vorsitzenden der Linkspartei Oskar Lafontaine gelte, erklärte Wowereit: «Die Frage geht an Oskar. Einen Aufnahmeantrag müsste er im Saarland stellen.»
Die Entscheidung der SPD, nach der Wende die Aufnahme von SED-Mitgliedern abzulehnen, war nach Wowereits Einschätzung möglicherweise ein strategischer Fehler: «Das entsprach dem damaligen Bedürfnis vieler SPD-Mitglieder, selbst wenn manche es strategisch heute falsch finden mögen.» Es sei aber müßig, darüber zu spekulieren, ob die PDS ohne diesen SPD-Beschluss eine Chance gehabt hätte.
Kritik übte Wowereit am Zustand der Linkspartei: «Die Linkspartei hat viele Entscheidungen über ihren künftigen Kurs vertagt. Der Richtungsstreit zwischen den Pragmatikern und den Ideologen muss geführt werden.» Eine Auflösung der Partei hält Wowereit der Zeitung zufolge nicht für realistisch. «Ich bin aber nicht so optimistisch, zu erwarten, dass die Linkspartei schnell von der politischen Landkarte verschwindet. Sie war auf Bundes- und Landesebene erfolgreich, hat sich etabliert.» Eine mögliche Fusion von SPD und Linkspartei steht für Wowereit nicht auf der Tagesordnung: «Diese Frage beschäftigt mich nicht.»
(ddp)




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