Hamburg (ddp-bwb). Die beiden mutmaßlichen Vierfachmörder von Eislingen werden von einem psychiatrischen Gutachter als voll schuldfähig eingestuft. Das berichtete das Onlinemagazin «stern.de» am Freitag unter Berufung auf den Anwalt eines der Angeklagten. In der Frage, ob die beiden Angeklagten Frederik B. und Andreas H. nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht zu verurteilen seien, habe sich der Gutachter nicht festgelegt. Allerdings habe der Gutachter bei seinem Mandanten deutliche Entwicklungsstörungen festgestellt. Diesen Artikel weiter lesen
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Zum Verhältnis der beiden Angeklagten soll sich der Gutachter nur sehr vage geäußert haben. Der Anwalt des Angeklagten B. zeigte sich laut Onlinemagazin enttäuscht darüber. «Ich habe mir von dem Gutachten mehr erhofft, gerade was das Verhältnis der beiden angeht», sagte er. Er kündigte an, möglicherweise die Einholung eines weiteren Gutachtens für seinen Mandanten zu fordern.
Die zwei Angeklagten müssen sich wegen des Mordes an der Familie von Andreas H. verantworten. In dem nicht öffentlichen Prozess vor dem Landgericht Ulm hatte Frederik B. in dieser Woche ein Geständnis abgelegt und dabei ausgesagt, alle 31 Schüsse alleine abgegeben zu haben. Dabei habe er auf Bitten von Andreas H. gehandelt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass beide schossen.
Die Eltern und die zwei Schwestern von Andreas H. waren am 9. April erschossen worden. Als Motiv gilt Habgier. Die Mutter von Andreas H. hatte laut Staatsanwaltschaft in der Schweiz 256 000 Euro angelegt, über die die beiden Angeklagten alleine verfügen wollten.
(ddp)




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