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Erdwärmebohrung löst Wasserfontäne in Wiesbaden aus

Wiesbaden (ddp). Bauarbeiter haben bei einer Bohrung nach Erdwärme am Donnerstag in der Wiesbadener Innenstadt versehentlich eine Wasserfontäne ausgelöst. Wie ein Sprecher des hessischen Finanzministeriums mitteilte, bohrten die Arbeiter in der Nähe des Ministeriums eine unter Druck stehende Grundwasserblase an. Das Wasser schoss aus rund 130 Metern Tiefe nach oben und überflutete einen Parkplatz und eine Grünfläche. Es traten bis zu 6000 Liter Wasser pro Minute aus. Diesen Artikel weiter lesen

Gegen Mitternacht standen nach Angaben der Feuerwehr etwa 400 Quadratmeter unter Wasser. Feuerwehrleute pumpten das Wasser in Kanäle, um ein Überfluten des Finanzministeriums und eines Hotels zu verhindern.

Beim Versuch, das Bohrloch mit Beton zu verschließen, drückten Helfer ein Gestänge in die Öffnung. Dadurch geriet das Wasser noch mehr unter Druck und spritzte bis zu sieben Meter in Höhe. Wenn es nicht unter Druck stand, sprudelte es nur etwa 50 Zentimeter hoch. Nach stundenlanger Arbeit wurde das Bohrloch am Morgen schließlich abgedichtet. Allerdings fand Wasser durch andere Öffnungen immer noch seinen Weg an die Oberfläche.

Der Ministeriumssprecher sagte, Verletzte habe es nicht gegeben. Die Höhe des Sachschadens sei noch nicht geklärt. Die Gebäude in der Nähe würden überwacht. Vor der Bohrung hätten Fachleute geprüft, ob bei den Arbeiten möglicherweise Heilquellen getroffen werden könnten, aus denen heißes Wasser mit hohem Druck an die Erdoberfläche schießen kann. Dieses Risiko sei als gering eingeschätzt worden. Die angebohrte Wasserblase habe kaltes Grundwasser enthalten.

(ddp)

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