Frechen/Kerpen/Duisburg (ddp-nrw). Die Polizei in Nordrhein-Westfalen setzt ihren rigiden Kurs gegen die Rockerkriminalität fort. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurde am Freitagabend das Clubheim der Rockerbande «Bandidos» in Duisburg von Polizisten durchsucht. Bereits am Freitagmorgen hatte die Polizei in Frechen und Kerpen vier Objekte von Mitgliedern der mit den «Bandidos» verfeindeten «Hells Angels» überprüft. Diesen Artikel weiter lesen
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Dabei wurden zahlreiche Waffen sichergestellt und drei Personen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz festgenommen. Zu den Ergebnissen der abendlichen Durchsuchungen bei den «Bandidos» in Duisburg konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen.
Bei den «Hells Angels» waren am Morgen in Frechen das Vereinsheim sowie die Wohnung eines 48 Jahre alten «Präsidenten» des «Hells Angels»-Gebiets Köln durchsucht worden. In Kerpen überprüfte die Polizei die Wohnung sowie ein Tattoo-Studio, das von einem «Hells Angels»-Mitglied betrieben wird. Insgesamt 250 Beamte waren im Einsatz. Widerstand gegen die Durchsuchungen gab es nicht.
Laut Polizei wurden bei den Aktionen unter anderem eine Pumpgun mit mehreren Hundert Schuss Munition sowie zwei scharfe Revolver und vier automatische Pistolen sichergestellt. Auch Totschläger, Stahlschleudern, Schreckschusspistolen, Reizgas sowie Messer wurden entdeckt. Die Waffen sollen nun auf Verbindungen zu Straftaten untersucht werden.
Am vergangenen Wochenende hatte es Auseinandersetzungen zwischen den beiden Rockerbanden in Duisburg, Solingen und Essen gegeben. Die Zwischenfälle standen möglicherweise im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod eines 32-jährigen «Bandidos»-Mitglieds in Duisburg. Er war am 8. Oktober von einem Mann erschossen worden, der mit den «Hells Angels» sympathisiert haben soll. Anlass für die Gewalttat war jedoch ein Streit um eine Frau.
(ddp)




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