Berlin (ddp). Gut einen Monat vor Beginn der Weltklimakonferenz in Kopenhagen sinken die Chancen für eine verbindliche Einigung auf ein neues Klimaabkommen. Konkrete Abkommen müssten vermutlich nach dem Treffen ausformuliert werden, sagte der Leiter der EU-Generaldirektion Umwelt bei der EU-Kommission, Karl Falkenberg, am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Der Leiter des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, hatte bereits am Donnerstag festgestellt, ein globales Abkommen zum Schutz des Klimas werde ein weiteres Jahr brauchen. In Barcelona sollte am Freitag das letzte Vorbereitungstreffen vor dem Gipfel in Kopenhagen zu Ende gehen. Diesen Artikel weiter lesen
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Falkenberg sagte, das Treffen in Barcelona sei ebenso entmutigend verlaufen wie das vorherige in Bangkok. Aber er beobachte, dass die Staats- und Regierungschefs jetzt mehr Druck produzierten. Falkenberg zeigte sich zumindest optimistisch, dass es in Kopenhagen Zusagen der Staats- und Regierungschefs zu Reduktionszielen geben werde. Er erwarte auch ein Finanzpaket, Technologietransfer sowie Anpassungsmaßnahmen beim Klimaschutz für die schwächeren Entwicklungsländer.
Der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans teilte unterdessen mit, dass sich die Kanzlerin den Termin freigehalten habe, aber noch keine abschließende Entscheidung darüber getroffen habe, ob sie nach Kopenhagen fahren werde. 1997 war Merkel als Bundesumweltministerin an der Ausarbeitung des Kyoto-Protokolls beteiligt, um dessen Nachfolgevereinbarung nun gerungen wird.
(ddp)




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