Hannover (ddp). Mehrere Bundesländer beklagen Engpässe beim Schweinegrippen-Impfstoff. Nach der anfangs mangelnden Impfbereitschaft gegen das neue Influenzavirus hätten steigende Infizierungsfälle mittlerweile zu einem «Run» auf die Arztpraxen geführt, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums am Freitag in Hannover. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos
Er sprach von «Engpässen» bei der Impfstoffversorgung, die durch neue Lieferungen hoffentlich bald aufgehoben würden. Hintergrund der Verknappung sei die schleppende Lieferung der wöchentlichen Impfstoffrationen. Bislang seien von den für Niedersachsen vorgesehenen 4,85 Millionen Dosen erst 388 000 eingetroffen. Eine neue Tranche von 136 000 Impfstoffdosen soll ab Montag eintreffen.
Auch in Sachsen-Anhalt kommt es möglicherweise zu Engpässen. Bislang sei weniger als ein Zehntel der bestellten Menge des Impfstoffs ausgeliefert worden, teilte das dortige Gesundheitsministerium mit. Zu den bisher 120 000 Impfeinheiten kämen in der kommenden Woche noch einmal rund 38 000. Insgesamt hatte das Land 1,5 Millionen Dosen des Impfstoffs bestellt.
Bereits Anfang dieser Woche hatte Bayern Probleme bei der Versorgung gemeldet. Viele Praxen hatten bis dato noch keinen Impfstoff erhalten und ihre Patienten auf die nächsten Wochen vertröstet. So gab es im Großraum München nach Auskunft einiger Ärzte kaum Möglichkeiten, überhaupt zeitnah an den Impfstoff zu kommen. Die Bayerische Landesapothekerkammer bestätigte, dass die Bereitstellung der Impfstoffe Probleme bereite. Bisher seien im Freistaat 360 000 von den bestellten 7,5 Millionen Impfdosen angekommen. Ursache sei vor allem die beschränkte Lieferkapazität des Herstellers GlaxoSmithKline.
(ddp)




Flusspferde töten Krokodil