Hannover (ddp-nrd). In Niedersachsen gehen den Ärzten die Impfstoffdosen gegen die Schweinegrippe aus. Nach der anfangs mangelnden Impfbereitschaft gegen das neue Influenza-Virus hätten steigende Infizierungsfälle mittlerweile zu einem «Run» auf die Arztpraxen geführt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag. Er sprach von «Engpässen» bei der Impfstoffversorgung, die durch neue Lieferungen «hoffentlich bald» aufgehoben würden. Unterdessen soll in Bremen am Montag die Impfaktion für die allgemeine Bevölkerung anlaufen. Allerdings soll sich diese auf chronisch kranke Menschen beschränken. Diesen Artikel weiter lesen
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Hintergrund der Verknappung der Impfstoffdosen in Niedersachsen ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums die schleppende Lieferung der wöchentlichen Impfstoffrationen. Bislang seien von den für Niedersachsen vorgesehenen 4,85 Millionen Dosen erst 388 000 eingetroffen, sagte der Ministeriumssprecher. Dies sei «wesentlich weniger» als bis dato erwartet. Eine neue Tranche von 136 000 Impfstoffdosen für die kommende Woche soll ab Montag eintreffen.
Wegen der Unsicherheit von Lehrern bezüglich des richtigen Verhaltens gegenüber an der Schweinegrippe erkrankten Schülern haben Kultus- und Gesundheitsministerium am Freitag einen aktualisierten «Leitfaden» an die rund 3200 Schulen sowie an die Kindertagesstätten im Land verschickt. Darin verweisen die Behörden darauf, dass in der derzeitigen Situation mit weiterhin überwiegend milden Verlaufsformen der neuen Influenza eine Schließung von Schulklassen oder Schulen normalerweise nicht notwendig sei.
In Bremen können sich Patienten mit Vorerkrankungen ab Montag in 30 ausgewählten Arztpraxen und in den Gesundheitsämtern von Bremen sowie Bremerhaven impfen lassen. Chronisch Kranke, die sich nicht sicher seien, ob eine Impfung aufgrund der Vorerkrankung sinnvoll sei, sollten ihren Hausarzt konsultieren, wie ein Sprecher des Bremer Senats sagte.
Zunächst hatten sich in dem Stadtstaat die 15 000 Beschäftigten im Gesundheitswesen, der Polizei und Feuerwehr gegen das Virus schützen können. Schätzungsweise im Dezember können sich laut Senat dann alle übrigen Bremer Bürger impfen lassen.
Weitere Informationen für die Bevölkerung gibt es im Internet unter grippeschutz.niedersachsen.de beziehungsweise unter schweinegrippe.bremen.de.
(ddp)




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