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Jessica Schwarz spürte bei Arbeit zu ARD-Film «Romy» großen Druck

Berlin (ddp). Schauspielerin Jessica Schwarz ist mit zunehmendem Bekanntheitsgrad vorsichtiger geworden. Es sei heute schwieriger für sie, Menschen kennenzulernen, «weil man nicht weiß, warum sie mich jetzt kennenlernen wollen», sagte die 32-Jährige im ddp-Interview. Allerdings möge sie diese Form von Vorurteilen nicht, denn sie sei grundsätzlich ein offener Mensch. «Und ich hoffe, dass ich den Druck der Öffentlichkeit mal nicht so sehr zu spüren bekommen werde wie Romy Schneider», sagte Schwarz. Die gebürtige Hessin verkörpert am Mittwoch in dem ARD-Film «Romy» den deutsch-österreichischen Weltstar Schneider (1938-1982). Diesen Artikel weiter lesen

Trotz ihrer Rolle in Heinrich Breloers Kinofilm «Buddenbrooks» und der Hauptrolle in «Romy» wird Schwarz hierzulande «wirklich in Ruhe gelassen»: «Die Paparazzi rennen einem nicht hinterher und machen einem das Leben schwer.» Jedoch würden sich ihre Freunde schon mal beschweren, dass es auf der Straße langsam anstrengender mit ihr werde, sagte Schwarz, die in ihrer Heimat Michelstadt mit ihrer Schwester ein kleines Hotel führt.

Dass sie von Beginn an die Wunschbesetzung für «Romy» war, hat Schwarz überrascht: «Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet und mich sehr geehrt gefühlt.» Folglich sei die Verkörperung der legendären Schauspielerin eine Herausforderung für sie gewesen. «Es ist nicht einfach, einen Mythos wie Romy Schneider zu spielen», sagte Schwarz, die als Kind ein «Sissi»-Fan war.

Gemeinsam mit dem Regisseur Torsten C. Fischer habe sie sich die Rolle erarbeitet: «Dabei ging uns zwischendurch schon manchmal fast die Luft aus, weil wir es doch nicht machen wollten.» Sie hätten den Eindruck gehabt, fast nur verlieren zu können. Druck, Angst und Zerrissenheit seien immens gewesen. «Aber als Schauspielerin kann man bei einer solchen Möglichkeit einfach nicht aufgeben», sagte Schwarz. Sie sei zum Mutigsein erzogen worden und habe auch nicht mehr zurück gewollt.

Ihre Glücksmomente versucht der Single Schwarz gerecht auf den Beruf und das Privatleben zu verteilen. «Ich habe gerade ein Casting für eine Rolle abgesagt, weil ich zu sehr auf Disposition von anderen Menschen gearbeitet habe», erklärte die Schauspielerin, die sich nun wieder mehr ihrem Privatleben widmen möchte. Jedoch sei sie nach viel Arbeit hin und wieder unfähig, sich an einem freien Tag zu bewegen. «Ich weiß dann manchmal nicht, wo ich mein Glück finden kann. Also findet das durchaus auch schon mal ganz allein mit mir im Bett statt.»

(ddp)

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