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Boudgoust schwört SWR auf Sparkurs ein

Stuttgart (ddp-bwb). SWR-Intendant Peter Boudgoust bereitet seinen Sender auf einen rigiden Sparkurs vor. Der SWR stehe vor «einer der größten Aufgaben der Unternehmensgeschichte», sagte Boudgoust am Freitag in Stuttgart bei Beratungen des Landesrundfunkrates Baden-Württemberg zum Haushalt 2010. Es gehe nicht darum, weniger Wachstum zu verkraften, vielmehr stehe der SWR «vor einem realen Minus an Einnahmen». Früher sei es darum gegangen, was noch zusätzlich gemacht werde. Heute gehe es um die Frage, wovon sich der Sender trennen könne. Diesen Artikel weiter lesen

Als Gründe für die schwierige Lage nannte Boudgoust neben politischen Rahmenbedingungen den drastischen Rückgang der Gebührenerträge. Gegenüber dem Planansatz 2009 werde der SWR 2010 rund zehn Millionen Euro weniger Gebühren einnehmen. 2008 seien die Gebührenerträge erstmals geringer als im Vorjahr gewesen. Neuesten Schätzungen zufolge müsse die ARD mit einem Rückgang um etwa 15 Prozent bis 2020 rechnen.

Boudgoust zufolge müssen sich alle Bereiche des Hauses ab 2011 auf weitergehende Sparmaßnahmen einstellen. Er begreife den Sparzwang aber nicht als Gefahr, sondern als Chance, das Programm «noch stärker auf den öffentlich-rechtlichen Auftrag» auszurichten. Dies sei das effektivste Mittel, um die Gebührenakzeptanz zu erhöhen.

Am Freitag wurde zunächst über den Etat 2010 des Landessenders Baden-Württemberg mit einem Nettobudget von 38,9 Millionen Euro beraten. In der kommenden Woche berät dann der Landesrundfunkrat Rheinland-Pfalz über den Etat für sein Gebiet. Am 4. Dezember soll über den Gesamthaushalt entschieden werden.

(ddp)

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